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Nach dem Vorbild von Eisdorf wollen engagierte Einwohner den Verein „Mobiles Badenhausen“ gründen. Badenhausen. Wie die Zukunft der Mobilität aussieht, steht vielleicht noch in den Sternen. Aber bereits jetzt kommt ihr gerade im ländlichen Raum eine große Bedeutung zu. Auf der einen Seite müssen für den Klimaschutz Ressourcen gespart werden und auf der anderen Seite steht die Mobilität im ländlichen Raum vor besonderen Herausforderungen. Nach Eisdorfer Vorbild soll nun auch in Badenhausen ein Verein „Mobiles Badenhausen e.V“ entstehen. Beim zweiten Treffen am vergangenen Donnerstag im ehemaligen Rathaus in Badenhausen konnten die interessierten Teilnehmer nun schon erfreulicherweise feststellen, dass bereits 18 potenzielle Mitglieder eine vorläufige Beitrittserklärung unterschrieben und viele weitere einen Beitritt in Aussicht gestellt haben. Das Ziel eines solchen Vereins soll sein, eine kostengünstige und attraktive Mobilität mit einem E-Auto zu ermöglichen, gerade auch für diejenigen, denen ein Fahrzeug nicht mehr oder zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Wohl jeder hat die vielen erforderlichen Fahrten des heutigen modernen Lebens vor Augen: Fahrten zum Einkaufen, zum Arzt, zur Apotheke, für die Kinder zum Sport, zu Freunden und vieles mehr. Fast jede erwachsene Person hat hierfür ein Auto und in den Familien werden häufig sogar zwei Autos genutzt, die oft herumstehen oder in den meisten Fällen zu „einsamen“ Fahrten herangezogen werden. Zudem gibt es aber auch viele ältere Menschen, die in ihrer eigenen Mobilität eingeschränkt sind und vielleicht auch keine Familie in der näheren Umgebung haben. Daher soll nach der Vereinsgründung ein E-Auto angeschafft und ein Fahrdienst eingerichtet werden. Für Badenhausen haben sich schon acht Personen gemeldet, die sich im Fahrdienst engagieren wollen. „Das ist schon etwas Besonderes, dass so ganz am Anfang sich schon so viele für den Fahrdienst gemeldet haben“, betonte der erste Vorsitzende des Vereins „Mobiles Eisdorf e.V.“, Dieter Sinram, der an dem Abend einen Überblick über die Organisationsstrukturen in Eisdorf gab. Zwei bis drei Mitglieder werden dann die Koordination des Fahrdienstes über eine spezielle App organisieren. Gebucht werden die Fahrten per Telefon und bezahlt wird in bar beim Fahrer. Die Kosten für die Fahrt richten sich nach der Buchungszeit und der Fahrstrecke. In jedem Fall aber müssen die Badenhäuser, die das E-Auto buchen wollen, Mitglied im Verein sein. Alle Anwesenden waren sich einig, dass es mit einem derartigen Angebot nicht darum geht, in Konkurrenz zu Taxiunternehmen zu treten. Vielmehr gilt es, die Mobilitätsangebote gerade in der ländlichen Region zu verbessern und hier in dieser besonderen Form der Familien- und Nachbarschaftshilfe. Aus Eisdorf gab es hierzu die Rückmeldung, dass die Fahrdienstnutzer, zum Beispiel für Arztfahrten, in früherer Zeit Familienmitglieder oder Freunde um die Fahrten gebeten hätten. Auch in einem zukünftigen Badenhäuser Verein werden dann keine Buchungen für Inhaber eines Krankenkassen-Transportscheines erfolgen. Die „Mobiles Badenhausen“ -Initiatoren werden sich am Donnerstag, 19. Januar 2023, ein weiteres Mal treffen, um die Umsetzung des Mobilitätsprojekts voranzutreiben. Bis dahin hat man sich vor allem vorgenommen, nach geeigneten E-Autos zu suchen, die hierfür notwendige Lademöglichkeit im Ort zu finden und natürlich weitere Mitglieder zu werben. In Eisdorf sind es derzeit knapp 100 Mitglieder, die den Fahrdienst, das E-Mobil für Privatfahrten nutzen oder einfach dieses soziale und ökologische Projekt durch ihren Mitgliedsbeitrag unterstützen. Vielleicht werden im Nachbarort in naher Zukunft ähnliche Mitgliederzahlen Realität, so die Hoffnung der Anwesenden. Informationen über die Ziele des potenziellen Vereins „Mobiles Badenhausen“ gibt es beim Vorbild in Eisdorf unter www.mobiles.eisdorf.de. Bereits jetzt gibt es schon Ansprechpartner in Badenhausen, die gerne Auskunft geben, wie Walter Lagershausen (0171-1460657) und Hardy Höppner (0151-28957204).hn