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Das Elektrizitätswerk Saas-Fee schneidet im schweizweiten Benchmarking der Energieversorgungsunternehmen (EVU) des Bundesamts für Energie überdurchschnittlich gut ab. Das EVU Benchmarking ist ein Programm des BFE, das es den teilnehmenden Energieversorgern erlaubt sich im Vergleich mit anderen EVUs einzuordnen und zu sehen, welchen Beitrag es zur Umsetzung der nationalen Energie- und Klimastrategie leistet, bzw. wo es in beim Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz Verbesserungspotenziale hat. Insgesamt erzielte das EW Saas-Fee 43 Punkte was 59.4 % der maximal erzielbaren Punktzahl entspricht. Damit liegt das EW Saas-Fee über dem Durchschnitt der kleinen EVUs (45.5 %), und auch über dem Durchschnitt aller am Benchmarking teilnehmenden EVUs (51.5 %). Verglichen mit dem Ergebnissen des Benchmarkings aus 2021 konnte das EW Saas-Fee seine Leistung von 49 % um insgesamt 10 %-Punkte auf 59.4 % verbessern. Dies ist auf die vielen verschiedenen Projekte des EVUs zurückzuführen. Beispielweise verstärkte das EVU, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Energieberatung Oberwallis, sein Informations- und Beratungsangebot für Bevölkerung, Gäste und Unternehmen und entwickelte ein neues Kundenportal. Ebenso lancierte es innovative Projekte, wie beispielweise die Umrüstung auf sogenannten Smart Meter, mit welchen die Energieverbrauchsdaten in Echtzeit erfasst und übermittelt werden können, um Verbrauchsmuster zu verstehen, Energieeffizienz zu fördern und eine intelligentere Energieverwaltung zu ermöglichen Darüber hinaus lieferte das EVU im Betrachtungsjahr den Konsumenten zu 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, welcher zu 95 % als Ökostrom zertifiziert ist. Weiterhin konnten die zahlreichen Massnahmen der Gemeinde, wie die Entwicklung des ambitionierten Energie- und Klimaleitbildes, dem Elektrizitätswerk im Gemeindebesitz angerechnet werden. Verglichen mit den anderen Oberwalliser EVUs, welche im Durchschnitt 55.5 % im Bereich Strom erzielen konnten, schneidet auch hier das EW Saas-Fee überdurchschnittlich ab. Trotz des schon überdurchschnittlichen Ergebnisses, plant das EVU für die Zukunft noch weitere Massnahmen und Projekte um Verbesserungspotenziale zu erschliessen. Das grösste Handlungspotential besteht in den Bereichen der strategischen Vorbildwirkung (Definition einer Eignerstrategie) und beim Ausbau der Produktion erneuerbarer Energien. Hier prüft das EW Saas-Fee den Ausbau der Solarstromproduktion und die Turbinierung des Abwassers, mit dem Ziel, insbesondere die eigene Winterstromproduktion zu erhöhen. Ebenfalls sind im Bereich E-Mobility Lösungen gefragt. Für das Parkhaus am Dorfeingang mit seinen knapp 2'800 Parkplätzen werden nachhaltige Konzepte entwickelt, welche die künftige Nachfrage an Ladestationen und Ladezeiten abdecken.