Konkretes auf den Beitrag: Fokus auf Einheitsbrei

Sehr geehrter Herr Stegemann
Sie bitten mich um konkretere Hinweise, die zu meinen Überlegungen und Fragen in meinem Diskussionsbeitrag: "Fokus auf den Einheitsbrei in Eglisau" geführt haben. Als Fotograf haben sie die Möglichkeit, alles auf einem Bild zu zeigen. Es ist der Beobachterin oder dem Betrachter überlassen, ob er auch die Details darin sehen kann und will. Beim Text ist das etwas schwieriger, wenn dieser nicht zu lang werden soll.
Als Gemeindepräsidentin hätte ich mich sehr gefreut, eine so kompetente und humorvolle Frau wie Elisabeth Villiger im Team zu haben. Doch hätte ich versucht, zu verhindern, dass sie als Mandatsträgerin von Oase Holding, Wohnen im Alter und als Stiftungsmitglied der Altersstiftung Eglisau das Ressort Alter, Gesundheit und Sicherheit übernimmt. Zudem war sie bis vor fünf Jahren die Geschäftsführerin des Alterszentrums Weierbach.

Befangenheit durch Vernetzung beruflicher und politischer Tätigkeit:

So nützlich ihre vertieften beruflichen Kenntnisse in der Diskussion im Team sicher sind, so gross könnte auch die Gefahr der Befangenheit sein, wenn sie das Ressort selbst führt. Tatsächlich- oder auch nur in der Sicht der andern.
Bereits im Jahre 1985 hat der damalige GP Walter Meier dem renommierten Architekten Christoph G. Froehlich aus denselben Gründen ausgeredet, das Ressort Hochbau zu übernehmen.....Christoph G. Froehlich hat dies nach eigenen Aussagen später nie bedauert.
Elisabeth Villiger ist parteilos, wurde jedoch von fokusEglisau in deren Parteizeitung und in crossiety (in 13 Folgen) stark unterstützt.
Vor allem, weil sie mit ihrem beruflichem Hintergrund die beste Kandidatin für das frei werdende Ressort: Alter, Gesundheit und Sicherheit sei.
Die bürgerlichen Parteien FDP und SVP verpassten, darauf hinzuweisen, dass der erwähnte Bonus der beruflichen Vorkenntnisse eben auch die Gefahr der Befangenheit durch die Mandats-und Ämterverbindung bergen könnte.

Lavierende FDP

Was fokusEglisau sagt oder schreibt, ist offenbar für viele zum "Evangelium" geworden.
Beide Parteien (SVP und FDP) sind jetzt im GR nicht mehr vertreten, obwohl sie mit einer eigenen Kandidatin antraten.
Etwa ein Drittel der Eglisauer Bevölkerung wählt oder stimmt aber heute noch bürgerlich.
Die Zusammenarbeit mit einer lavierenden FDP, die je nach Situation aktiv mit fokus zusammenspannt, ist jedoch unergiebig.
Für mich wird es immer dann heikel, wenn eine Gruppe zu dominant wird.
Zum Beispiel so, dass es für Mitglieder oder Sympathisanten von fokus nicht erlaubt ist, eine Person einer konkurrenzierenden Partei zu unterstützen. Macht sie dies trotzdem, wird sie öffentlich an den Pranger gestellt.
Mir ist es ein Rätsel. weshalb viele von mir geschätzte Persönlichkeiten in diesem Kreise sogenannter Gutmenschen involviert sind, ohne diese Machenschaften erkennen zu können oder zu wollen.
Gemeinsames Feindbild von fokus ist parteipolitisch gesehen die SVP. Hauptargument zur Ablehnung der SVP- Leitung: Dominanz einzelner Politiker über die so genannten Parteisoldaten bis hin zum undefinierbaren Filz.
Von der Ortspartei Eglisau (SVP) kann man das wahrlich nicht behaupten, denn moderater kann sie gar nicht mehr sein.

Zuviel Dominanz ruft nach Opposition

Doch der erwähnte Einheitsbrei von fokusEglisau fällt auf: Schauen Sie mal, wer in der IPK keine Verbindungen durch aktive Zusammenarbeit oder Doppelmandat mit fokus hat: Es ist nur das eine Mitglied der SVP.
Fazit: Wenn eine Partei, heisse sie nun SVP oder fokus ihre Dominanz so auswalzt, dass kaum jemand zu hinterfragen oder widersprechen getraut, wäre es für mich an der Zeit für eine neue Opposition. Das ist zwar bedauerlich, weil immer wieder auch ein Kräfteverschleiss. Es zeigt aber einmal mehr: Die Fehler und Schwächen erkennt man sofort bei anderen, sieht sie aber leider in den eigenen Reihen oft zu spät.
Verzeihen Sie mir bitte die langen Ausführungen.
Deshalb bewundere und beneide ich als Texterin ja auch die Fotografen....