"Es geht um Generationen-Gerechtigkeit" .......auch beim Thurella-Projekt
Der zitierte Anfang ist das Fazit des Leitartikels im heutigen Magazin des Tages-Anzeigers von Sozialpsychologe Harald Welzer. Er geht dabei der Scheinheiligkeit von Lamentierökos, dem Sog der Konsumkultur und der Kraft der Jungen durch die Botschaft Gretas auf den Grund. Sein Fazit: Vom bevorstehenden Untergang hören wir seit bald 50 Jahren, aber sie hält niemanden davon ab, bei Zalando zu bestellen oder Kreuzfahrten in die Arktis zu buchen, um dem letzten Eisbären beim Untergang zuzuschauen."
Dem dürfen wohl viele von uns widersprechen, die diesen Unsinn nicht mitmachen.
Er spricht aber auch vom trügerischen Wachstum: " Es gibt kein grünes Wachstum.....alle wollen sich immer nur vorstellen, wie es vorwärts gehen soll. Obwohl mit Händen zu greifen ist, dass mehr Autos in die Städte nicht reinpassen. Mehr Passagiere in die Züge nicht reinpassen. Mehr Schiffe auf die Meere nicht passen. Aber das wird einfach ausgeblendet......Wozu müssen moderne Gesellschaften überhaupt noch wachsen.....es geht letztlich um Generationen-Gerechtigkeit."
Darüber hat er ein Buch geschrieben: "Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen" S. Fischer 2019
Doch schon vor der Buchlektüre wird mir klar: Auch mit diesem Wissenshintergrund muss ich meine Empfehlung 2 mal Nein zur Umzonung und zum konventionellen Bauprojekt Thurella - das alles andere als ein Vorzeige- oder Pilotprojekt geworden ist und weder durch Schönheit noch Originalität besticht, nicht verstecken. Daran können auch zwei zu ersetzende Kindergärten, welche die Schule durch ein verbummeltes Schulhaus auf demselben Areal nun bedauert, nichts ändern.