Weitere Argumente für 2 mal Nein zum Thurella-Projekt am 9.2.

Reto Nobs hat in seiner Antwort im unten stehenden Beitrag der FDP auf einen interessanten Artikel zum sogenannten Donut-Phänomen oder Effekt hingewiesen, welcher die Behauptung von Jürg Hugelshofer in der Propaganda-Thurella -Zeitung der erweiterten fokusEglisau Parteifamilie korrigiert, ja sogar ins Gegenteil verkehrt.
Hugelshofer schrieb in etwa, wir dürften getrost zweimal Ja stimmen zum erwähnten Grossprojekt, denn dadurch entstehe eine Art Donut- Phänomen, welches regulierend wirke. Im Sinne, dass dann irgendwann diese neu zugezogenen Menschen sich wieder an den Ortskern erinnern und dort einkaufen würden, zum Beispiel im Bachser- Märt. Dass diese vielleicht gut gemeinte Meinung nicht nur naiv, sondern auch falsch ist, zeigt der von Reto Nobs erwähnte Beitrag deutlich. (Anzuklicken in seiner Antwort.)
Einmal mehr frage ich mich, warum es immer wieder Menschen gibt - vermehrt leider auch in Eglisau - welche die Chance nicht nutzen, wenn sie da ist: Dann einkaufen, wenn die Läden noch im Städtli sind. Sie schwärmen von neuen Läden in der Grossüberbauung, in den bestehenden Städtli-Läden sieht man die meisten nicht.
Sollten wir nicht besser dafür sorgen, dass historische Bauten wie die Krone und der Nachtwächter endlich renoviert werden? Eventuell durch etwas Druck auf die Behörden?
Oder bereits bestehende Häuser besser nutzen?
Ein sehr gutes Beispiel ist für mich die Schalthalle im ehemaligen Bahnhofgebäude. Hier ist durch einen Impuls der SBB und durch die Initiative der Bevölkerung, vieler Vereine und Institutionen in kurzer Zeit eine vielseitige und spannende Infrastruktur von Kultur, Treffen und Begegnungen entstanden.
Nach der Pilotphase, also im März, sollte meiner Meinung nach der GR einsteigen und den Mietzins oder einen Teil davon übernehmen.
Das ist für mich vernetztes Planen und Fördern von Bestehendem, in Erinnerung an Vergangenes und im Sinne einer gemeinsam gestalteten Zukunft.
Wagen wir doch, uns den Ängsten, Drohungen und naiven Visionen zu widersetzen und kümmern wir uns vermehrt wieder um den Erhalt des Bestehenden und den Ausbau der greifbaren Möglichkeiten, die wir schon haben und einfach nur nutzen sollten.
Dann stimmen wir zweimal Nein zum sogenannten Donut-Phänomen.