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Auschwitz Gedenken an der Stele und den Stolpersteinen

Adresse

Stele Ivon Gerson, Hautstr. gegenüber der Buchhandlung Janning

Wir laden sie herzlich ein, der Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck e. V

www.friedenskreis.de

Vernichtung war das Ziel

Auschwitzgedenken an Stele und Stolpersteinen

Zum diesjährigen Holocausttag am Dienstag, dem 27. Januar, laden die Gemeinde Havix-beck, der Friedenskreis sowie die Schülervertretung an der Anne-Frank-Gesamtschule alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Gedenken um 11 Uhr an der Stele und den Stolperstei-nen für Familie Gerson an der Hauptstraße (gegenüber Buchhandlung Janning) herzlich
ein.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Lager Auschwitz. Über eine
Million Menschen waren dort dem Vernichtungswahn der Nazis zum Opfer gefallen.
Auslöschung – das war das Ziel, dem auch die jüdischen Havixbecker Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der Deportation ausgeliefert wurden. Und so hießen die letzten Stationen: Theresienstadt (Sybilla Schmitz, Fritz Gerson), Treblinka (Sybilla Schmitz), Riga und Stutthoff (Kurt Gerson) und schließlich Auschwitz, wo Berta Gerson und ihre sechsjährige Enkelin Yvonne, das jüngste Havixbecker Opfer, ermordet wurden. Und auch Anne Frank, deren Namen unsere Gesamtschule trägt, war in Auschwitz gewesen, bevor ihr Leben in Bergen-Belsen ausgelöscht wurde.

Sieben Stolpersteine und eine Stele für Yvonne Gerson erinnern heute an eine Zeit, in der
es im Havixbecker Heimatbrief vom Juni 1942 hieß: „In dem gigantischen Ringen unserer
Tage konnten wir (…) dem Führer helfen, einen wenn auch bescheidenen Sieg zu er- ringen. Endlich ist es gelungen, den letzten Juden aus Havixbeck zu verdrängen. Viel zu lange war es diesen Parasiten möglich, unsere Gemeinde (…) zu missbrauchen.“ Dazu
sagt Dr. Christa Degemann-Lickes vom Friedenskreis: „Heute ist jedes Auschwitz-Geden-ken immer auch ein sichtbares Zeichen gegen die extreme Rechte. Denn wenn wir nicht sichtbar machen, dass wir politischer Vergiftung in Form von Antisemitismus, Fremden-feindlichkeit sowie Gewalt, Hass und Hetze entgegentreten, verändert sich nichts.“