Collagebild 1

Iphigenie auf Tauris - Schauspiel von J. W. Goethe

Adresse

Asylstrasse 130, 8032 Zürich, CH
Die Griechin Iphigenie, Tochter Agamemmnons, ei­nes der grossen Helden im Trojanischen Krieg, wird auf der heutigen Halbinsel Krim von dem dortigen Herrscher, Thoas, im Priesteramt der Göttin Diana schon lange unfreiwillig festgehalten. Er hofft, durch die Verbindung mit ihr seine Macht im Rei­che festigen zu können. Sie jedoch wartet auf ihre Rück­kehr, um den Fluch ihres Hauses, der seit dem Ahnherrn Tantalus auf jenem lastet, zu entsühnen und weigert sich standhaft. Der König, erzürnt über diese Zurückweisung, verlangt von ihr, die durch ihren Einfluss abgeschafften Menschenop­fer wie­der einzuführen. Die ersten dazu bestimm­ten An­kömmlinge auf der Halbinsel erweisen sich als ihr Bruder Orest und sein Freund Pylades. Wie soll Iphi­genie die beiden und sich selber retten? Wird am Ende die Macht, Wahrheit oder List sie­gen? Goethe lässt sein Schauspiel auf einem antik-griechischen Hintergrund spielen, behandelt darin aber tief menschheit­liche Fragen: Kann ich mich in der Fremde hei­misch fühlen? Wie gehen wir mit Wahrheit um? Setze ich meine Macht zur Erreichung meiner Wünsche und Ziele ein? Handle ich autoritätsgläubig oder selbstbestimmt? Was ist Schicksal, was meine Freiheit? – Fragen, die heute noch, oder gerade heute hochaktuell sind. Zum vollständigen Artikel