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Vor 100 Joor - FasTnacht

Das Fasnachts-Comité änderte vor 100 Jahren die Schreibweise von «Fastnacht» zu «Fasnacht». Als Fastnacht bezeichnete man im Mittelalter den Tag der Volksbelustigung vor der mit dem Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit. Der Name Fastnacht mit «t» hielt sich bis ins 20. Jahrhundert und erschien bis 1924 auf der Fastnachtsplakette. Die Basler Chronik hält für die Fasnacht im Jahr 1925 fest: «Die Basler Fastnacht nimmt den üblichen Verlauf. Während sich Morgenstreich und Umzüge am Montagnachmittag eines schönen Wetters zu erfreuen haben, wird die völlige Entfaltung am Mittwoch durch eisiges, bis gegen 4 Uhr anhaltendes Schneetreiben stark beeinträchtigt. Züge und Wagen haben wiederum eine Vermehrung aufzuweisen. - Der Besuch von einheimischem wie auswärtigem Publikum war ausserordentlich bei allen Anlässen. Einige Darbietungen reizten durch allzufreie Behandlung ihres Gegenstandes zu starkem Widerspruch» (Basler Chronik, 2. März 1925).

Die «Grünen», wie die Polizisten wegen ihrer Uniformfarbe genannt wurden, waren in vielen Schnitzelbänken anzutreffen. Beispielsweise, weil sie an der Falknerstrasse eine Demonstration mit gezückten Säbeln aufgelöst haben und dabei auch unbeteiligte Passant:innen betroffen waren. Oder weil die Polizei im letzten Moment den «Todessprung» der Artistin Miss Mortis vom Dach des Warenhauses Globus verhinderte oder weil sie auf der Wettsteinbrücke Fussgänger büssten, die gegen die neue Verordnung des Rechtsgehens verstiessen.

Ruedi Suter beschreibt in seinem Artikel ‹Streiflichter auf ein Jahrhundert Fasnacht› im Stadtbuch 1979, wie sich die Fasnacht im Laufe der Zeiten gewandelt hat: https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1979/1979_1559.html
Über die ‹Basler Fastnacht› (mit zweitem t) schrieb das Basler Jahrbuch 1913: http://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1913/1913_0376.html

Bild: Fasnacht 1925 am Kohlenberg mit berittenen Polizisten, Staatsarchiv Basel-Stadt, PA 1019a (1) B 17-2

Quelle: Basler Stadtbuch in Facebook

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