Jahreshauptversammlungen der Ortsfeuerwehr Mitte
Freude über Fusion und Feuerwehrgerätehaus
-Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Mitte-
Lemförde. “Endlich sind alle zur Vernunft gekommen!“ Dieses überaus positive Fazit konnte Ortsbrandmeister Tobias Reimann im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Mitte ziehen.
In der vollbesetzten Schützenhalle im Espohl konnte Reimann zahlreiche Feuerwehrangehörige und Gäste von Nachbarwehren, sowie Rat und Verwaltung begrüßen.
Ein turbulentes und dennoch erfolgreiches Jahr liegt nun hinter den insgesamt 111 Kamerad:innen der Wehr. Reimann blickte nicht ohne Stolz auf die erfolgreichen Fusionsgespräche zwischen Mitte und Stemshorn zurück. Die angestrebte Kooperation kann nun definitiv umgesetzt werden. Als „Krönung“ der Bemühungen kann dann auch das endgültig abgesegnete gemeinsame Feuerwehrgerätehaus der zukünftigen Ortsfeuerwehr Mitte gesehen werden. „Darauf lässt sich doch aufbauen!“, freute sich Reimann.
Rückblickend konnte der Feuerwehrchef dann von 48 Einsätze berichten, davon 9 Brandeinsätze, 22 technische Hilfeleistungen und stattliche 17 Fehlalarme. Die Einsätze gingen vom Mülltonnenbrand, einen Treckerbrand, Sturmeinsätzen, bis hin zu einem schweren Verkehrsunfall. Trauriger Höhepunkt war die Unterstützung des Rettungsdienstes bei einer Reanimation, die trotz aller Bemühungen leider erfolglos verlief.
Wie jedes Jahr wurden in 2025 auch über 1000 Unterrichtsstunden in die Aus- und Fortbildung investiert, um den ständig wachsenden Anforderungen im Feuerwehrdienst gerecht zu werden. In Summe ergab sich eine beachtliche Gesamtstundenzahl von 5289 Stunden, die die Ehrenamtlichen unentgeltlich für das Gemeinwohl leisteten.
Natürlich gab es auch wieder das Osterfeuer in Quernheim, den Familientag, einen Ausflug zur Meyer Werft nach Papenburg, die Teilnahme am „Picknick im Park“ und dem alljährlichen Lichterzauber.
Hervorzuheben sind dann auch die Ehrungen von 2 langjährigen aktiven Mitgliedern. So wurde Jens Stopka für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Er trat im September 2000 als Quereinsteiger in die damalige Ortswehr Lemförde ein. Stopka erhielt seine Auszeichnung aus den Händen von Gemeindebrandmeister Thomas Mengedoth, der ihm auch weiterhin viel Freude in den Reihen der Feuerwehr wünschte. Doppelt so lange ist nun auch der Quernheimer Diethelm Schmidt aktiv. Vor 50 Jahren, im Februar 1975 trat er der Ortswehr Quernheim bei, war von 1998-2006 Ortsbrandmeister, danach von 2006 bis 2015 stellvertretender Gemeindebrandmeister und trat 2020 in die Altersabteilung über. „Du bist die gute Seele und der hilfsbereite Nachbar des Gerätehauses in Quernheim!“, so Mengedoth bei der Übergabe der Auszeichnung.
Die Grußworte der Gäste spiegelten dann die grundlegend positive Stimmung der aufstrebenden Ortsfeuerwehr wider. Gemeindebrandmeister Thomas Mengedoth zollte großen Respekt vor den Leistungen im vergangenen Jahr und die Bemühungen bei Fusion und Planung des Neubaus. Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup konnte dem nur beipflichten und bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz. Besonders in einer Zeit, in der die Menschen scheinbar keine Zeit mehr haben, ist der ehrenamtliche Einsatz sehr wertvoll, so Mentrup. Lemfördes Bürgermeisterin Stephanie Budtke-Stambusch beschrieb das Ehrenamt als unbezahlbar. Quernheims Bürgermeister Nils Hoffschneider betitelte seine Kamerad:innen sogar als Helden. Die Grußworte der Vertreter der Feuerwehren aus Stemshorn, Brockum, Haldem-Arrenkamp und der Werkfeuerwehr BASF hatten den gleichen Tenor. Dank und Anerkennung für die unkomplizierte Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.ms
Foto (Dr. Schütz): Jens Stopka (3.v.l.) und Diethelm Schmidt (3.v.r.) wurden für Ihre langjährige Dienstzeit geehrt. Mit ihnen freuen sich stellvertretender Ortsbrandmeister Dominik Fuchs (li.), Ortsbrandmeister Tobias Reimann (2.v.l.), Gemeindebrandmeister Thomas Mengedoth (Mitte), stellvertretender Ortsbrandmeister Bastian Kriedemann (2.v.l.) und Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup (re.).