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"die daktiker" blicken in grausigen Schul-Alltag

Jeden Spottvers wert »die daktiker« blicken in grausigen Schul-Alltag Der Titel »40 Jahre Adolphinum – die Analyse« klingt nach übertrieben wörtlich genommenem Namen der Kabare􀆫sten-Truppe, also Belehrung. So ist es aber nicht. Die vier »daktiker« liefern sta􀆩dessen ein Kaleidoskop an Befunden der Quintole aus Schülern, Lehrern, Eltern, Schulverwaltung und Schulministerium, das fast noch betroffener macht, als dass es amüsiert. Letzteres tut es reichlich, stehen da doch Erzkomödianten auf der Bühne und lassen von den notorischen Kevin- Jus􀆟ns bis zur Ministerin nichts und niemanden ungeschoren. Auch das Lehren und Lernen selbst kommt auf den Sezier􀆟sch – ob der klassische Pauker, dem Büffeln vor Spaßhaben geht, wirklich so überholt ist, bleibt bei den aktuellen Bildungsergebnissen durchaus eine offenere Frage, als die überragende Besetzung dieser Rolle mit Hans-Peter Königs. Seine persiflierenden Alleingänge überragen die durchweg guten Nummern des Ensembles noch einmal wohltuend. Es könnte sich nicht um Lehrer handeln, wäre nicht auch ein wenig Kri􀆟k angesagt. Das Thema Inklusion eignet sich wegen der speziellen Betroffenheit nicht zum Verhöhnen. Es stellt sich spontane Beklemmung ein, ob das Quarte􀆩 die reichlich bereitstehenden Fe􀆩näpfchen zu vermeiden vermag. Formal gelang ihm das, aber das ungute Gefühl blieb. Und dann sind da noch die (hübschen, originellen) Lieder: Im Kabare􀆩 sind Refrains Gegenstand, nicht Zeitvertreib. Sie müssen also textlich durchgeführt werden – bei den üppig verfügbaren ungenutzten Reimwörtern fielen ausgelassene Op􀆟onen schon beim Zuhören auf. Dem (einschlägigen?) Publikum – Lehrer steht ja nicht auf der S􀆟rn – gefiel es, weil es lus􀆟g war, gut gemacht, und vermutlich leider ach so wahr. Wolfgang Benesch Weiterlesen auf: www.stadthalle-delbrueck.de
Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Stadthalle Delbrück veröffentlicht.