🚚 Schließung der Postfiliale in Hatzfeld - Umfrage ist gestartet
📅 06.02.2026
🚚 Stadt Hatzfeld (Eder) intensiviert Widerstand gegen Filialschließung: Umfrage gestartet und potenzielle Partner gefunden
Hatzfeld (Eder), 05.02.2026 – – Nach der ersten Informationswelle zum drohenden Verlust der personenbedienten Postfiliale in Hatzfeld ziehen Stadtverordnetenvorsteherin Gudrun Schöning und Bürgermeister Dirk Junker eine positive erste Bilanz. Sie warnen gleichzeitig vor den Folgen für Hatzfeld und die Nachbarorte in Bad Berleburg, wenn ein für die ältere Bevölkerung wichtiger Faktor der Daseinsvorsorge wegfällt. Mit dem Start einer umfassenden Bürgerbefragung geht der Kampf um die Postversorgung in eine weitere Phase.
„Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung waren überwältigend. Man hat sich für den Erhalt einer personenbesetzen Postfiliale ausgesprochen. Dies hat uns darin bestätigt, dass eine automatisierte Poststation allein für Hatzfeld nicht ausreicht“, erklärt Bürgermeister Dirk Junker. Besonders erfreulich: Entgegen der Behauptung der Deutschen Post AG, es ließen sich keine Kooperationspartner finden, haben sich bereits mehrere Personen bei der Stadt gemeldet, die bereit sind, Räumlichkeiten für eine Filiale zur Verfügung zu stellen. „Mein Dank gilt den allen, die sich für den Erhalt einer Postfiliale in Hatzfeld einsetzen.“, so Schöning weiter.
Informationslücke schließen durch Bürgerbefragung Da die Bundesnetzagentur im laufenden Benehmensverfahren insbesondere die örtliche Nachfrage und die Barrierefreiheit prüft, benötigt die Stadtverwaltung valide Daten. Über die Homepage der Stadt (https://www.hatzfeldeder.de) können Bürgerinnen und Bürger ab heute an einer detaillierten Umfrage teilnehmen. Diese fragt gezielt nach dem Bedarf an persönlicher Beratung und nach Dienstleistungen wie dem Postident-Verfahren , die ein Automat nicht leisten vermag. Die Umfrage schließt am 25.02.2026. Sie wird auch in Papierform in den Geschäften der Kernstadt ausgelegt.
ÖPNV-Fahrzeiten: Postgeschäfte werden fast zum Tagesausflug Ein zentrales Argument der Stadt ist die unzumutbare Erreichbarkeit der Ausweichstandorte in Battenberg, Allendorf oder Biedenkopf für Bürger ohne PKW. Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder einen Zugang zu einem PKW hat. Mit Busverbindungen, die teils nur alle vier Stunden verkehren, und notwendigen Umstiegen summieren sich Fahrt- und Wartezeiten für eine Strecke von nur 11 bis 13 Kilometern oft auf mehrere Stunden. Dies sei insbesondere Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht zuzumuten.
Bedeutung über die Landesgrenze hinaus
Zudem betont die Stadt die Rolle der Filiale für die angrenzenden Gebiete von Bad Berleburg (NRW). Für Bewohner u.a. aus Elsoff, Beddelhausen und Schwarzenau ist Hatzfeld ein wichtiger Anlaufpunkt für Postleistungen aller Art. „Die Schließung der Postfiliale in Hatzfeld reißt eine Versorgungslücke, die über unsere Stadtgrenzen hinaus bis nach Wittgenstein (NRW) reicht“, ergänzt Bürgermeister Junker.
Mängel bei Nutzung der Poststation melden
Ein weiterer wichtiger Punkt der städtischen Strategie ist die Dokumentation technischer Hürden. „Wir hören immer wieder von Problemen an der bestehenden Poststation – sei es durch Blendung bei Sonneneinstrahlung oder Schwierigkeiten bei der Bedienung“, ergänzt Stadtverordnetenvorsteherin Gudrun Schöning. Die Stadt bittet die Bürger, solche Vorfälle unbedingt bei der Post ([email protected]) und der Bundesnetzagentur ([email protected]) zu melden.
Die Ergebnisse der Umfrage werden unmittelbar in die Stellungnahme der Stadt einfließen, die bis zum 4. März 2026 bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden muss.