🎶 Unser neuer Dirigent 🎶 Willkommen, Rainer Held! 🙌🎼
1. Rainer, gib uns bitte einen kurzen Einblick in deinen musikalischen Werdegang.
Ich dirigiere seit meinem 16. Lebensjahr Chöre. Nach meinen Studien in Chor- und Orchesterleitung, Schulmusik und Sologesang widmete ich mich über Jahrzehnte der Lehrpersonenausbildung im Kanton Luzern: zuerst am Lehrerseminar Hitzkirch, später als Leiter des Departements Musik an der PH Luzern.
Seit vielen Jahren widme ich mich mit zahlreichen Gastdirigaten auf der ganzen Welt dem Orchesterdirigieren, CD-Aufnahmen (mit Schwerpunkt auf Schweizer Orchestermusik des 20. und 21. Jahrhunderts), Chorprojekten usw.
Viele Jahre diente ich zudem der Schweizerischen Chorvereinigung als Präsident der Musikkommission sowie der Europäischen Chorvereinigung (ECA) als Mitglied der Musikkommission.
Seit 2015 dirigiere ich im Surses den Talverein, den Chor viril Surses.
2. Seit November dirigierst du zusätzlich den Chor Viril Baselgia Savognin – was hat dich an diesem Chor besonders gereizt?
Ich kenne den Chor seit meiner Kindheit, habe ihn regelmässig an Gesangsfesten gehört und sehr geschätzt. Der Klang des Chores ist sehr spezifisch und beinahe einzigartig. Es reizt mich sehr, diese ausserordentliche Qualität zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Der Chor Viril Baselgia Savognin dürfte einer der letzten noch aktiv singenden Männer-Kirchenchöre der Schweiz sein – ein wichtiges Erbe, das es zu bewahren gilt!
3. Was ist dir bei der Arbeit mit unserem Männerchor besonders wichtig?
Die Bewahrung der Tradition und gleichzeitig die Öffnung gegenüber neuer Literatur – alles mit Augenmass.
4. Wie hast du die ersten Proben mit dem Chor Viril Baselgia Savognin erlebt?
Sehr positiv! Die Musikalität und das sängerische Leistungsvermögen sind offensichtlich und gut hörbar. Das bereitet Vorfreude auf mehr!
5. Was hat dich am Chor oder an der Region Surses bisher positiv ĂĽberrascht?
Das Surses wie auch das Albulatal sind ausgesprochene Sängerregionen. Die Einheitlichkeit der Sprache unterstützt das Singen. Zudem ist eine lange sängerische Tradition spürbar und hörbar. Hier wurde in den Chören sehr gut gearbeitet, und ich versuche, meinen Beitrag dazu zu leisten.
6. Welche musikalischen Ziele möchtest du mit dem Chor kurz- und mittelfristig erreichen?
Eine Erweiterung des kirchenmusikalischen Repertoires und gleichzeitig auch das Wagnis, neuere (weltliche) Literatur einzubeziehen.
7. Wie wichtig ist dir neben der musikalischen Qualität auch die Kameradschaft im Chor?
Singen im Chor ist auch ein sozialer Akt. Der Austausch nach der Probe ist immens wichtig. Ich versuche, dies – immer im Rahmen meiner Möglichkeiten – mit den Männern zu pflegen.
8. Welche Bedeutung hat das Singen im Chor deiner Meinung nach heute noch in unserer Gesellschaft?
Singen im Chor ist gesund – das bestätigt seit geraumer Zeit auch die Wissenschaft. Menschen, die es bereits tun, können davon ein „Liedlein singen“.
Das Sich-Finden in der Gruppe – mit einem der menschlichsten Instrumente, die man sich vorstellen kann – löst bei vielen Menschen Glücksgefühle aus. In einer Probe gefordert und gleichzeitig „harmonisiert“ zu werden, Wohlklang zu erzeugen, gibt Kraft und befreit vom Alltag.
Oft höre ich: „Das war eine fordernde oder gar strenge Probe, aber jetzt bin ich zufrieden.“ Manche sagen sogar: glücklich! So macht auch das Glas danach noch mehr Freude – und Freunde.
9. Was wĂĽnschst du dir vom Chor Viril Baselgia Savognin fĂĽr die gemeinsame Zukunft?
Ganz einfach: Neugier, Offenheit für Neues und neue Sänger.
10. Warum würdest du interessierten Sängern empfehlen, Teil unseres Chores zu werden?
Singen tut gut, macht glücklich und stärkt das soziale Netz – und das ganz unabhängig vom Alter!