Collagebild 1

Regional und weltgewandt – das frühmittelalterliche Aesch

Was erzählen archäologische Funde über Aesch? Dieser Frage widmet sich Kantonsarchäologe Reto Marti (Leiter Museum Baselland) am Freitag, 06. März 2026, um 19.00 Uhr im Schloss-Chäller in seinem Vortrag «Regional und weltgewandt – das frühmittelalterliche Aesch aus der Sicht der archäologischen Funde». Der Eintritt ist kostenlos.
Im frühen Mittelalter, im 6./7. Jahrhundert nach Christus, beginnt sich nördlich der Alpen eine neue «Weltordnung» zu etablieren. An die Stelle des Römischen Reichs treten andere Kräfte: die fränkischen Merowingerkönige und die mit ihnen verbundenen Grafen und Herzöge sowie das Christentum, das allmählich auch in der breiten Bevölkerung Fuss zu fassen beginnt. Zudem setzt das Althochdeutsch als neue «Landessprache» dazu an, das alte Latein der Gallorömer zu verdrängen.
Im Norden von Aesch, im Areal Steinacker, wird seit den 1980er-Jahren ein Friedhof aus der Zeit archäologisch untersucht. Was sagen uns die vielen aus diesen Gräbern geborgenen Beigaben über die damalige Bevölkerung? Und wie lassen sich die tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen jener Zeit darin ablesen? Der Kantonsarchäologe Reto Marti bringt die zum Teil spektakulären Funde zum Sprechen.

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Heimatmuseum Aesch BL veröffentlicht.