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Spatenstich: Abwasserkanal nach Schramberg

• Langenschiltach wird an Kläranlage Schramberg angeschlossen
• St. Georgen beteiligt sich an Bau- und Instandhaltungskosten
• Sinnvolle Investition für zukunftsfähige Infrastruktur

Seit 1993 entwässert der Ortsteil Langenschiltach in die Kläranlage Tennenbronn. Die dortige Kläranlage soll nun – aus wirtschaftlichen und gewässerökologischen Gründen – stillgelegt werden.

Stattdessen erfolgt ein Anschluss an die moderne Kläranlage in Schramberg. Dazu führt künftig ein 6,5 km langer Kanal mit überwiegend gleichmäßigem Gefälle das Abwasser über Tennenbronn in das bestehende Abwassersystem der Stadt Schramberg und zur dortigen Kläranlage. Diese wird zur Sammelkläranlage erweitert und ertüchtigt, da sie neben Schramberg, Tennenbronn und Langenschiltach auch von den Gemeinden Lauterbach und Hardt mitgenutzt wird.

Insgesamt wird das Projekt unter der Leitung der Stadt Schramberg rund 30 Mio. Euro kosten, wobei ein Teil durch Förderungen abgefedert wird. Entsprechend der Abwassermengen und des Einwohneranteils beteiligt sich auch St. Georgen finanziell an der Umsetzung.

Der Spatenstich für den Bau dieses Kanals fand am vergangenen Freitag im „Kalten Graben“ zwischen Tennenbronn und Schramberg statt. Bürgermeister Michael Rieger sagte hierbei: „Für St. Georgen und den Ortsteil Langenschiltach ist dieser Weg die einzig sinnvolle Möglichkeit der Abwasserbeseitigung – daher sind wir sehr froh, Teil des Projekts zu sein. Der Gemeinderat hat die ca. 477.000 Euro für den Kanalbau dementsprechend genehmigt – das ist eine wichtige Investition für eine zukunftsfähige Infrastruktur.“ Der Bürgermeister dankte seiner Kollegin Dorothee Eisenlohr und der Stadt Schramberg für die unkomplizierte interkommunale Zusammenarbeit, besonders für das gute Miteinander mit den betreffenden Mitarbeiter:innen.

Die genannten Kosten für unsere Stadt beim Bau des Kanals entsprechen einem Anteil von 14,02 %. St. Georgen beteiligt sich zudem an den Kosten der Erweiterung der Sammelkläranlage Schramberg (Anteil St. Georgen = 2,31 %) sowie die Instandhaltungs- und Betriebskosten der mitgenutzten Kanäle (Anteil St. Georgen = 5 bis 15 %).

Die Fertigstellung des Abwasserkanals entlang der L175 ist für Mitte 2027 angesetzt; insgesamt sollen alle Arbeiten bis Ende 2030 abgeschlossen sein.

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Stadtverwaltung St. Georgen veröffentlicht.