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Alles Schall und Rauch?

In Adelebsen wird aktuell viel über den richtigen Umgang mit Jugendlichen im öffentlichen Raum diskutiert. Auslöser ist die Installation akustischer Vergrämungsgeräte am Rathaus – eine Maßnahme, die aus konkreten Bürgerbeschwerden entstanden ist, nun aber verständlicherweise für Irritation und Kritik sorgt.
Dabei sollten wir eines nicht aus dem Blick verlieren: Sicherheit, Ordnung und ein respektvolles Miteinander sind berechtigte Anliegen. Gleichzeitig dürfen wir nicht den Fehler machen, Jugendliche pauschal unter Generalverdacht zu stellen oder sie durch solche Maßnahmen aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen.
Die entscheidende Frage ist doch: Wie schaffen wir es, konsequent gegen tatsächliches Fehlverhalten vorzugehen – ohne dabei eine ganze Generation zu entfremden?
Ein möglicher Weg könnte sein:
👉 Klar zwischen einzelnen Störern und der Mehrheit der Jugendlichen zu unterscheiden
👉 Den Dialog mit jungen Menschen aktiv zu suchen und sie in Lösungen einzubeziehen
👉 Präventive Angebote zu stärken – z.B. Treffpunkte, Jugendprojekte und aufsuchende Sozialarbeit
👉 Maßnahmen transparent zu erklären und regelmäßig zu überprüfen
👉 Bei Fehlverhalten gezielt und verhältnismäßig einzugreifen, statt pauschal abzuschrecken
Eine lebendige Gemeinde braucht auch ihre jungen Menschen – mit ihren Ideen, ihrer Energie und ja, manchmal auch ihren Konflikten. Es liegt an uns, daraus keine Fronten entstehen zu lassen, sondern Brücken zu bauen.
Jetzt ist der Moment für Besonnenheit, Dialog und kluge Entscheidungen. Nicht gegeneinander – sondern miteinander.

Wie sehen sie die Lage?
Welche Lösungswege könnten noch beschritten werden?