📝 Artikel 16 - Patientenverfügung
Selbstbestimmt entscheiden – auch im Ernstfall
"Was soll medizinisch passieren, wenn ich mich selbst nicht mehr äußern kann?"
Diese Frage beantwortet die Patientenverfügung.
Was regelt eine Patientenverfügung?
Sie legt fest, welche medizinischen Maßnahmen gewünscht oder abgelehnt werden, zum Beispiel:
- künstliche Ernährung
- Beatmung
- Wiederbelebung
- lebensverlängernde Maßnahmen
- Schmerztherapie
☝🏼 Wichtig: Sie gilt nur, wenn man selbst nicht mehr einwilligungsfähig ist.
💡 Warum ist sie so wichtig?
Ohne Patientenverfügung müssen Ärzte und Angehörige gemeinsam entscheiden – oft unter großem emotionalem Druck.
Eine klare Verfügung:
- entlastet Angehörige
- gibt Ärzten Sicherheit
- sorgt dafür, dass der eigene Wille respektiert wird
❗️ Was sollte man beachten?
- Möglichst konkret formulieren
- Keine allgemeinen Sätze wie „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“
- Mit Angehörigen bespreche
- Regelmäßig überprüfen und bei Bedarf anpassen lassen.
❗️ Einige Rechtsschutzversicherungen übernehmen einen Teil der Kosten für eine Erstanlage oder jährliche Änderung.
👉🏻 Fazit:
Es geht nicht um das Sterben.
Es geht um Selbstbestimmung.
Dieser Beitrag wurde in der Gruppe DIAKO Altenhilfe Nordwaldeck gGmbH veröffentlicht.