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Mitgliederversammlung des Vereins Spitex Oberthurgau vom 20.04.2026

Am Montag, 20.04.2026 fand im Saal des Alters- und Pflegezentrum APZ die jährliche Mitgliederversammlung statt. Die anwesenden Mitglieder, Behördenvertreter, Mitarbeiter und sonstigen Interessierten wurden über die Geschäfte des vergangenen Jahres informiert. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil tauchte Geschäftsleitung Maja Kradolfer Mettler in die Geschichte der Spitex Oberthurgau ein.


Das für die Finanzen verantwortliche Vorstandsmitglied, Ladina Rhyn, erläuterte die Jahresrechnung des Jahres 2025. Das vergangene Jahr konnte erfreulicherweise mit einem Gewinn abgeschlossen werden. Hier lag der Verein Spitex Oberthurgau deutlich über Budget. Die Finanzverantwortliche erklärte, dass die Budgetierung der Leistungsstunden eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Es ist es nicht voraussehbar, welche Klienten, welche Leistungen über welchen Zeitraum benötigen.


Präsident Federico Pedrazzini hat über die konstruktive Zusammenarbeit mit den Behördenvertreter berichtet. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Bauphase des Neubaus und informierte über den kantonalen Ausbildungsverbund zwischen den Spitex Organisationen des Kantons Thurgau. Ebenso hat er die hervorragende Arbeit der Geschäftsleitung gewürdigt und hervorgehoben, wie gut sich Frau Hof-Kleiner in ihre Rolle als Co-Geschäftsleitung eingearbeitet hat.


Geschäftsleitung Maja Kradolfer Mettler hat über aktuelle Schwerpunkte der Spitex Oberthurgau informiert. Ein wichtiges Thema ist die Ausbildungsverpflichtung, welche die Organisationen erfüllen müssen. Die Spitex Oberthurgau ist z.B. dazu verpflichtet, jährlich acht Pflegefachfrauen HF auszubilden. Leider kann die Spitex Oberthurgau diese Forderung mangels Interessenten im Moment nicht erfüllen. Frau Kradolfer hat den anwesenden Interessenten eindrückliche Zahlen zu den Strafzahlungen präsentiert: Pro nicht besetztem Ausbildungsplatz entstehen Strafzahlungen an den Kanton über Fr. 85'000.—. Die als Verein geführte Organisation ist nicht in der Lage, diese Ersatzabgaben selbst zu übernehmen und ist auch da auf die konstruktive Zusammenarbeit mit den Anschlussgemeinden angewiesen.


Im diesjährigen Wahljahr wurden wiederum alle Vorstandsmitglieder (Federico Pedrazzini, Präsidium, Ladina Rhyn, Finanzen, Monika Ramsauer, Qualität und Susanne Scheiwiler-Noser, Ärztevertretung) und alle Behördenvertretungen (Claude Brunner, Stadt Amriswil, Susanne Scheiwiler-Noser, Stadt Bischofszell, Tatjana Rutz, Gemeinde Hauptwil-Gottshaus, Daniela Heitz, Gemeinde Hefenhofen, Roger Fanetti, Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf) wiedergewählt. Jérôme Egli wird neu als Behördenvertreter für die Gemeinde Sommeri aufgenommen. Der aus dem Sommerer Gemeinderat ausgeschiedene Joachim Oswald wird ebenso wie die zurückgetretene Protokollantin Marisa Keller verabschiedet.

Wie jedes Jahr wurden mehrere Mitarbeitende für ihren langjährigen Einsatz bei der Spitex Oberthurgau geehrt: Esther Stricker, Aline Berlinger, Brigitta Koster und Bea Rusch für je 10 Jahre, Bea Oswald und Claudia Severini für 15 Jahre und Monika Sutter für 20 Jahre.


Nostalgisch wurde es beim diesjährigen Referat «1886 bis 2026 – 140 Jahre unterwegs zu den Menschen» von Maja Kradolfer Mettler. Sie zeigte anhand diverser alter Fotos, Statuten und Kassabuchauszügen die Geschichte vom im Jahr 1886 im Restaurant Schäfli gegründeten Krankenpflegeverein bis heute auf. Im genau gleichen Jahr wurde auch der Krankenpflegeverein Bischofszell gegründet. Damals waren Schwestern des Diakonissenhaus Bern im Einsatz. Der Besuch des sonntäglichen Kirchenbesuchs war ebenso geregelt wie die Preise für das Setzen von Blutegeln. Die Notwendigkeit einer ambulanten Krankenpflege war damals wie heute sichtbar, brachten doch damals wie heute Krankheit und Unfälle Not und Kummer in die Familien. Das Referat wurde mit Fotos der neuen Räumlichkeiten abgeschlossen und gab am anschliessenden Apéro noch einiges zu reden und zu schmunzeln.


Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Infos aus dem Gemeindehaus veröffentlicht.