Nachbericht zur letzten Veranstaltung im café arte in 2021
Ein stimmungsvoller Chansonabend in dunklen Zeiten am vergangenen Freitag
„Sous le ciel de Paris“: Jochen Jasner sang und spielte im „café arte“ des Sandsteinmuseums in Havixbeck.
„Wie schön, dass es das jetzt noch gibt!“, war in der Lüftungspause zu hören. „Es wird ja kaum noch etwas angeboten. Und live, mit einem Musiker, der einfach gut singt und Gitarre spielt, und alles ohne Mikrofon – das kann man mit Musikveranstaltungen, die man digital übers Internet hört und sieht, einfach nicht vergleichen.“
Die Resonanz aus dem Publikum war eindeutig. Gut 30 Zuhörer waren am letzten Novemberfreitag auf Einladung des Vereins Kulturforum Arte nach Havixbeck gekommen., natürlich unter Beachtung der bestehenden Regeln. Angekündigt war ein Chansonabend im Café Arte im Baumberger-Sandstein-Museum.
„Sous le ciel de Paris“ lautete der Programmtitel des Düsseldorfer Sängers und Gitarristen Jochen Jasner. Das dargebotene Spektrum französischsprachiger Chansons reichte von Erik Saties Klassiker „Je te veux“ aus dem Jahr 1897 bis zur ein Jahrhundert später entstandenen Pop-Liebesballade „Je t’aime“ der belgo-kanadischen Sängerin Lara Fabian. Chansons wie „La bohème“ von Charles Aznavour, „Ne me quitte pas“ des Belgiers Jacques Brel, das berühmte Brassens’sche „Chanson pour l’Auvergnat“ sowie die rasante Valse „La foule“ von Edith Piaf brachte Jasner zu Gehör. In ganz unterschiedlichen Liedern zeigte sich die stimmlich-emotionale Bandbreite des Sängers, der sich zugleich spieltechnisch souverän und abwechslungsreich auf der Konzertgitarre begleitete.
Gerade in der Begleitung der Chansons erwies Jasner sich als stilistisch versierter Musiker. In seinen Arrangements verbindet der studierte Gitarrist und Sänger klassisches Gitarrenspiel mit Einflüssen aus Latin und Flamenco.
Auch die Anmoderationen kamen gut an. Zu jedem Lied fand Jochen Jasner – in deutscher Sprache – ein paar Worte zu Inhalt, Originalinterpret oder Entstehung. Humorvoll vorgestellte Hintergrundinfos lockerten die Atmosphäre auf. Selbst bei bekannten Chansons gab es manches neu zu entdecken – mit oder ohne Französisch-Kenntnissen. Und bei der ersten Zugabe, „Les Champs-Élysées“, sangen dann auch viele im Publikum mit sichtbarem Spaß kräftig mit.
Witold Wylezol, der Organisator des Konzerts und Kulturmanager des Vereins Kulturforum ARTE bleibt trotz der schwierigen Zeiten für Kultur und Gastronomie optimistisch. "Es wird weitergehen mit Terminen für Konzerte, Kunstvorträge, Kabarett, Lesungen und Info-Abende zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen im Cafe ARTE im Baumberger Sandsteinmuseum in Havixbeck. Dieser Ort soll alle Sinne ansprechen, ein Ort, der neben dem Cafe auch ein buntes vielfältiges kulturelles Leben zulässt."
Wir freuen uns, Sie am Angüfang 2022 hoffentlich in einer Coronafernenzeit bei uns im café arte begrüssen zu dürfen.
Wir wünschen allen eine schöne Vorweihnachtszeit.