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Neue Impulse für die Innenstadt

- Eigentümer können sich zur Sanierung beraten lassen -


Die Stadt Bad Dürrheim treibt die Weiterentwicklung ihres Sanierungsgebiets „Innenstadt II“ weiter aktiv voran und setzt dabei verstärkt auf die Zusammenarbeit mit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern. Im Rahmen einer aktuellen Gemeinderatssitzung wurden die Sanierungsziele sowie die kommunalen Förderrichtlinien umfassend aktualisiert und an die heutigen Anforderungen angepasst. Ein zentrales Anliegen der Stadt ist es dabei, Immobilieneigentümer gezielt zu unterstützen und ihnen konkrete Beratungsangebote zur Verfügung zu stellen.


Bereits im Jahr 2017 hatte der Gemeinderat die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets „Innenstadt II“ beschlossen und damit den Grundstein für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung gelegt. Die bewilligte Finanzhilfe in Höhe von 2,2 Millionen Euro, entsprechend einem Förderrahmen von insgesamt 3,667 Millionen Euro, ermöglicht seither zahlreiche Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt. Der Bewilligungszeitraum für das Sanierungsgebiet ist bis zum 30. April 2028 festgelegt. Damit besteht weiterhin eine solide Grundlage für Investitionen in die Zukunft der Stadt.


Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen und neuer Anforderungen, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und nachhaltige Stadtentwicklung, hat der Gemeinderat nun eine Anpassung der bisherigen Sanierungsziele beschlossen. Ziel bleibt es, die historisch gewachsene Struktur der Innenstadt zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäß weiterzuentwickeln. Dabei spielt die gezielte Förderung privater Maßnahmen eine entscheidende Rolle.


Beratung und Förderung für Eigentümer im Fokus


Ein besonderer Schwerpunkt liegt künftig auf der direkten Ansprache und Unterstützung der Eigentümerinnen und Eigentümer im Sanierungsgebiet. Die Stadt Bad Dürrheim hat alle betroffenen Immobilieneigentümer erneut angeschrieben und aktiv über die bestehenden Beratungsangebote informiert. Ziel ist es, individuelle Möglichkeiten der Modernisierung, Instandsetzung oder Umnutzung aufzuzeigen und gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln.


Eigentümer haben die Möglichkeit, sich umfassend zu geplanten Maßnahmen beraten zu lassen und dabei auch Informationen zu Fördermöglichkeiten zu erhalten. Förderfähig sind insbesondere Maßnahmen, die den festgelegten Sanierungszielen entsprechen, etwa die energetische Sanierung von Gebäuden, die Aufwertung von Fassaden oder die Schaffung neuen Wohnraums durch die Aktivierung bislang ungenutzter Flächen.


„Wir möchten die Eigentümer ausdrücklich ermutigen, frühzeitig mit uns in Kontakt zu treten“, betont Tatjana Naumann, zuständige Sachbearbeiterin beim Fachbereich Bauwesen der Stadtverwaltung. „Durch eine individuelle Beratung können Fördermöglichkeiten optimal genutzt und Projekte zielgerichtet umgesetzt werden.“


Beispiele bereits umgesetzter und geplanter Maßnahmen im Sanierungsgebiet


Im Sanierungsgebiet konnten bereits mehrere Maßnahmen mit Unterstützung von Fördermitteln erfolgreich umgesetzt werden. So wurde in der Viktoriastraße eine Teilmodernisierung eines Gebäudes mit Zuschuss realisiert. In der Friedrichstraße erfolgte im Rahmen einer privaten Maßnahme der Abbruch des Bestandsgebäudes mit anschließendem Neubau eines Wohn- und Geschäftsgebäudes. Ergänzend wurden durch die Stadt im Umfeld kommunale Maßnahmen umgesetzt, darunter die Erneuerung des Gehwegs, die Neugestaltung von Parkflächen sowie die Aufwertung von Grünflächen. Darüber hinaus wurden bereits Rückbaumaßnahmen umgesetzt, unter anderem im Kirchenbauernweg sowie am Standort des ehemaligen Bestandsgebäudes auf dem heutigen Irma-Areal.


Auch künftig sind weitere Maßnahmen vorgesehen: Geplant sind unter anderem die Modernisierung der Vereinsgebäude in der Salinenstraße, die Modernisierung und Umnutzung des „Haus des Gastes“ sowie Tiefbaumaßnahmen an den Brücken in der Salzstraße und Karlstraße. Diese Projekte tragen maßgeblich zur städtebaulichen Entwicklung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt bei.


Vielfältige Ziele für eine zukunftsfähige Innenstadt


Die aktualisierten Sanierungsziele umfassen ein breites Spektrum an Maßnahmen, die sowohl die bauliche als auch die funktionale Entwicklung der Innenstadt betreffen. Dazu zählen unter anderem die Modernisierung der privaten Bausubstanz, die Stärkung der Wohnfunktion im Bestand sowie die Aufwertung öffentlicher Räume und Infrastrukturen.


Darüber hinaus sollen zusätzliche Grün- und Freiflächen geschaffen und die Innenstadt als Ort der Naherholung weiterentwickelt werden. Auch die Schaffung von Wohnraum spielt eine zentrale Rolle, etwa durch die Schließung von Baulücken oder eine maßvolle Nachverdichtung. Gleichzeitig wird großen Wert auf die Berücksichtigung aktueller energetischer Standards gelegt.


Ein weiterer Fokus liegt auf der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Maßnahmen zur nachhaltigen Flächennutzung, zur Verbesserung des Hochwasserschutzes sowie zur Steigerung der Energieeffizienz sollen dazu beitragen, die Innenstadt langfristig resilient und lebenswert zu gestalten.


Förderrichtlinien aktualisiert


Parallel zur Anpassung der Sanierungsziele wurden auch die kommunalen Förderrichtlinien überarbeitet. Künftig kommen die jeweils aktuellen Richtlinien des zuständigen Ministeriums zur Anwendung. Diese regeln unter anderem die Voraussetzungen und den Umfang möglicher Förderungen für private Maßnahmen im Sanierungsgebiet.


Die Stadt stellt klar: Eine Förderung ist ausschließlich für Projekte möglich, die den definierten Sanierungszielen entsprechen. Umso wichtiger ist es, geplante Maßnahmen frühzeitig mit der Stadt abzustimmen und sich beraten zu lassen.


Gemeinsam die Zukunft gestalten

Mit der Fortschreibung des Sanierungsprogramms „Innenstadt II“ setzt die Stadt Bad Dürrheim ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Die aktive Einbindung der Eigentümer spielt dabei eine Schlüsselrolle.


Die Stadt lädt daher alle Eigentümer im Sanierungsgebiet ein, die Beratungsangebote zu nutzen und sich aktiv an der Weiterentwicklung der Innenstadt zu beteiligen. Gemeinsam sollen so die Voraussetzungen für eine attraktive, lebendige und zukunftsfähige Innenstadt geschaffen werden.


Weitere Informationen erhält man bei Stadtverwaltung, Fachbereich Bauwesen, unter der Telefonnummer 07726 666-670 oder per E-Mail an [email protected].

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Stadtverwaltung Bad Dürrheim veröffentlicht.