Medienmitteilung: Entwicklung Wintersport 2038
Der Einwohnergemeinderat Engelberg setzt die Kommission "Entwicklung Wintersport 2038" ein. Unter der Leitung von Olympiasiegerin Dominique Gisin sollen bis Anfang 2027 die Chancen, Herausforderungen und Konsequenzen einer möglichen Austragung olympischer Wettbewerbe in Engelberg sowie die langfristige Weiterentwicklung des Wintersportstandorts geprüft werden.
Der Einwohnergemeinderat Engelberg hat bereits im Rahmen der
Herbstgemeindeversammlung 2025 sowie in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung des Bundes über die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 transparent über die möglichen Olympiapläne informiert. Engelberg ist im aktuellen Konzept von "Switzerland 2038" als Austragungsort für Skispringen sowie nordische Disziplinen vorgesehen. Der Einwohnergemeinderat begrüsst dabei insbesondere den Ansatz, möglichst auf bestehende Infrastrukturen zurückzugreifen. Gleichzeitig wurde früh festgehalten, dass für eine Durchführung in Engelberg zusätzliche Investitionen und vertiefte Abklärungen notwendig wären.
Gestützt auf die Studie "Potentiale des Wintersports in Engelberg mit Blick auf eine Olympia-Kandidatur 2038" setzt der Einwohnergemeinderat nun die Kommission "Entwicklung Wintersport 2038" ein und genehmigt den entsprechenden Leistungsauftrag. Ziel ist es, die Chancen, Herausforderungen und Konsequenzen einer möglichen Austragung seriös und gesamtheitlich zu prüfen. Dabei sollen nicht nur olympische Fragestellungen, sondern generell die langfristige Weiterentwicklung des Wintersportstandorts Engelberg betrachtet werden. Das Präsidium der Kommission übernimmt Olympiasiegerin Dominique Gisin.
Der Leistungsauftrag der Kommission ist auf dem Internetauftritt der Einwohnergemeinde
Engelberg einsehbar (www.gde-engelberg.ch / Suchbegriff: "Entwicklung Wintersport 2038").
Die Kommission hat den Auftrag, bis Anfang 2027 ein Projektdossier zu erarbeiten. Dieses soll unter anderem Infrastruktur- und Erschliessungsfragen, finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, Eigentumsfragen sowie die politische und wirtschaftliche
Realisierbarkeit aufzeigen. Geprüft werden insbesondere Varianten im Bereich Gerschnialp und Talboden für nordische Wettbewerbe. Gleichzeitig sollen auch modulartig umsetzbare Teilprojekte betrachtet werden, welche unabhängig von Olympischen Spielen einen nachhaltigen Mehrwert für Engelberg schaffen können. Die Bevölkerung, politische Akteure sowie betroffene Grundeigentümer werden dabei aktiv in den Prozess einbezogen.
Für die Projektarbeiten stellt der Einwohnergemeinderat im Jahr 2026 einen Betrag von maximal CHF 95’000 zur Verfügung. Dieser dient insbesondere der Finanzierung von Fachabklärungen, Machbarkeitsstudien, Projektunterstützung und Kommunikationsarbeiten.
Frédéric Favre, CEO von Switzerland 2038, begrüsst das Vorgehen der Gemeinde Engelberg: "Wir freuen uns sehr, dass sich Regionen wie Engelberg aktiv in diesen Prozess einbringen und die Spiele als Chance für ihre eigene Entwicklung sehen. Dieser konstruktive Dialog mit den lokalen Akteuren ist entscheidend, um gemeinsam ein tragfähiges und nachhaltiges Projekt zu entwickeln." Zudem weist er darauf hin, dass die temporären Infrastrukturen bereits im Organisationsbudget vorgesehen seien und dadurch kein zusätzlicher Druck auf die Regionen entstehe. Gleichzeitig betont er, dass der aktuelle Venue Masterplan bewusst als dynamisches Konzept ausgestaltet sei und in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Austragungsorten und Sportverbänden weiterentwickelt werde.
Der Einwohnergemeinderat hält fest, dass mit der Einsetzung der Kommission noch kein Entscheid über eine definitive Teilnahme Engelbergs an Olympischen Winterspielen verbunden ist. Vielmehr sollen zuerst die Grundlagen, Chancen, Risiken und Konsequenzen sorgfältig erarbeitet werden, damit die Bevölkerung zu gegebener Zeit auf einer fundierten Basis über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
Für Rückfragen:
Mike Bacher
Talammann
Telefon: 041 639 52 52
E-Mail: [email protected]
(Erreichbar am Mittwoch, 20. Mai 2026, zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr)