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Tag der Städtebauförderung

Stadtverwaltung zeigt Interessierten die Fortschritte bei der Sanierung und Erweiterung Rathaus


Moderne Anforderungen erfüllen und historischen Charakter bewahren: So läuft die Rathaus-Sanierung

Bei der Sanierung des Rathauses erschwert vor allem das Alter des Gebäudes die Arbeiten. Nach Pfingsten geht es an die Errichtung der Wände für den Anbau.



Im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung hat die Stadt Stühlingen die Türen des bisherigen Rathauses an der Schlossstraße 9 geöffnet. Bürgermeister Joachim Burger und Bauamtsleiterin Daphne Kephalidis-Walker führten interessierte Bürger durch das Gebäude und informierten über den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich persönlich ein Bild vom Baufortschritt zu machen. „Die Neugier bringt uns hierher. Wir interessieren uns für den Baufortschritt vor Ort“, erklärten Dieter und Manuela Rendler aus Eberfingen. Besonders die umfangreichen Arbeiten im historischen Bestand beeindruckten die Besucher.

Manuela Rendler meinte nach dem informativen Rundgang: „Alles hat seine Zeit.“ Wobei sie die intensiven Bauarbeiten im bisherigen Rathaus ansprach, die auch ins Auge stachen. Auch Ehemann Dieter Rendler war von den erfolgten Maßnahmen begeistert. Immerhin war er 20 Jahre im Bauamt der Stadt Stühlingen beschäftigt und konnte den einen und anderen Hinweis zu den Räumlichkeiten des Bestandshauses „Rathaus“ einbringen.


Arbeiten liegen im Zeitplan

Die Fertigstellung des des modernisierten Rathausgebäudes für Ende 2027 vorgesehen. Der Baufortschritt ist derzeit voll im Zeitrahmen. Während des Rundgangs wurde deutlich, welche Herausforderungen die Sanierung eines historischen Gebäudes mit sich bringt. „Es war notwendig, denn vieles war am Rande der technischen Möglichkeiten. Stark zu schaffen machte das Alter des Gebäudes“, erläuterte Bauamtsleiterin Daphne Kephalidis-Walker.


Einige Gebäudeteile stehen unter Denkmalschutz, darunter der historische Treppenaufgang im Altbau. Bauamtsleiterin Daphne Kephalidis-Walker, Diplom-Ingenieurin und Architektin, hob die enge Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt hervor. Gleichzeitig werde großer Wert daraufgelegt, moderne Anforderungen mit dem historischen Charakter des Gebäudes zu verbinden.


Auch im Außenbereich sind Veränderungen geplant: Der Zugang zum Bürgermeisteramt soll künftig über die Gerberstraße barrierefrei möglich sein. Für die Fassadengestaltung ist ein Gelbton vorgesehen, der sich an der historischen Rathaus-Farbe orientiert, die Sandsteingewände werden saniert. Der Neubau erhält eine Holzfassade mit ebenfalls gelblichem Anstrich. Der Erker des Bürgermeisterzimmers wird farblich an den rötlichen Sandstein angepasst.

Besonders wichtig sei den Verantwortlichen die harmonische Abstimmung zwischen Alt- und Neubau, damit der historische Gebäudeteil weiterhin im Mittelpunkt steht. Zudem wird auf nachhaltige und regionale Materialien gesetzt: Der Neubau und die Fassadenverkleidungen werden aus Stühlinger Holz gefertigt, genauer gesagt kommt das Holz von der Mauchener Gemarkung. Die Verwendung von Ressourcen aus dem Stadtgebiet ist Bürgermeister Joachim Burger sehr wichtig.


Es war ein Herzensbedürfnis von Bürgermeister Joachim Burger, heimisches Holz zu verwenden.

So gehen die Arbeiten weiter

Die Schreinerei Isele von Tobias Held im Ortsteil Weizen übernimmt den Ausbau der alten sowie die Fertigung und den Einbau der neuen Fenster im Bestandsrathaus. Parallel dazu hat die Fluck Holzbau GmbH aus Blumberg mit den vorbereitenden Arbeiten am neuen Erweiterungsbau in Holzrahmenbauweise begonnen. Nach dem Pfingstwochenende starten sie mit der Aufrichtung, so dass bis zum Ende der Woche das Erdgeschoss aufgerichtet ist. Anschließend beginnen die Sanitär- und Elektroarbeiten.


Nach Pfingsten startet die Firma Fluck Holzbau aus Blumberg mit der Aufrichtung des Erdgeschosses im Anbau.Foto: Heidi Rombach.