📝 Artikel 29 – Ernährung im Alter: Mehr als nur satt werden
Eine ausgewogene Ernährung ist in jedem Lebensalter wichtig. Im Alter gewinnt sie jedoch eine besondere Bedeutung. Denn viele ältere Menschen essen und trinken deutlich weniger als ihr Körper benötigt.
Warum verändert sich das Essverhalten?
Mit zunehmendem Alter können verschiedene Faktoren den Appetit beeinflussen:
- vermindertes Durstgefühl
- Kauprobleme
- Schluckstörungen
- Medikamente
- Einsamkeit
- Erkrankungen
Dadurch steigt das Risiko einer Mangelernährung.
❗️ Mangelernährung bleibt oft lange unbemerkt
Anzeichen können sein:
- Gewichtsverlust
- Muskelschwäche
- Müdigkeit
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Konzentrationsprobleme
☝🏼 Besonders problematisch ist der Verlust von Muskelmasse, da dadurch das Sturzrisiko steigt.
Eiweiß spielt eine wichtige Rolle
Eiweiß unterstützt den Erhalt der Muskulatur.
Gute Eiweißquellen sind:
- Milchprodukte
- Eier
- Fisch
- Fleisch
- Hülsenfrüchte
Eine ausreichende Eiweißzufuhr kann helfen, Selbstständigkeit und Mobilität länger zu erhalten.
Trinken nicht vergessen
Gerade im Alter nimmt das Durstgefühl häufig ab.
Viele ältere Menschen trinken zu wenig, was zu:
- Verwirrtheit
- Kreislaufproblemen
- Verstopfung
- Stürzen
führen kann.
Für viele Senioren gelten etwa 1,5 bis 2 Liter täglich als Richtwert. Individuelle Empfehlungen sollten jedoch immer mit dem Arzt abgestimmt werden.
Essen auf Rädern – eine sinnvolle Unterstützung
Wenn Einkaufen und Kochen zunehmend schwerfallen, kann Essen auf Rädern eine große Entlastung sein.
Die Vorteile:
- tägliche warme Mahlzeit
- ausgewogene Ernährung
- regelmäßige Versorgung
- Entlastung für Angehörige
Viele Anbieter bieten mittlerweile spezielle Menüs für Diabetiker oder Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden an.
👉🏻 Fazit
Eine gute Ernährung trägt wesentlich dazu bei, Gesundheit, Kraft und Lebensqualität zu erhalten. Wer Veränderungen beim Ess- oder Trinkverhalten bemerkt, sollte frühzeitig handeln.