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Anwohnerabend in der Händelstraße 16

🏫Während das Trossinger Rathaus saniert und umgebaut wird, arbeitet die Stadtverwaltung vorübergehend in mehreren Außenstellen im Stadtgebiet. Ende Juni ziehen die Sachgebiete, die derzeit noch am Schultheiß-Koch-Platz untergebracht sind, in das ehemalige Dr.-Karl-Hohner-Heim in der Händelstraße 16 um. Und wie neue Nachbarn das gerne machen, hat die Stadtverwaltung am Montagabend alle Anwohnerinnen und Anwohner eingeladen, die neue Außenstelle anzuschauen und sich über die anstehenden Veränderungen zu informieren.


Bürgermeisterin Susanne Irion begrüßte die Gäste persönlich, führte durch das Gebäude, in dem die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren laufen, beantwortete Fragen insbesondere zum Thema Verkehr und sprach mit den Anwesenden auch über mögliche Perspektiven für eine spätere Nachnutzung des Gebäudes.


„Dass die Stadtverwaltung hier einziehen kann, ist ein Glücksfall“, betonte Susanne Irion. In der Händelstraße werden künftig das Bürgermeisteramt, die Pressestelle, das Hauptamt, das Gewerbe- und Ordnungsamt, das Standesamt, die Bereiche Hoch- und Tiefbau, das Personalamt sowie Digitalisierung und EDV untergebracht sein.


👷‍♀️ Ursprünglich war vorgesehen, diese Sachgebiete während der Rathaussanierung weiterhin im Rathaus zu belassen, zunächst im Anbau während der Sanierung des historischen Gebäudeteils und anschließend im historischen Teil während des Abrisses und Neubaus des Anbaus. Wie Susanne Irion erläuterte, hätte diese Vorgehensweise jedoch eine um rund zwei Jahre längere Bauzeit sowie Mehrkosten von etwa zwei Millionen Euro verursacht. Daher werden die Baumaßnahmen am Rathaus und am Anbau nun parallel umgesetzt.


Die Bürgermeisterin unterstrich zudem die Bedeutung des Projekts für die gesamte Stadt: „Wir bauen das neue Rathaus nicht für uns, sondern für die Bürgerinnen und Bürger in Trossingen.“ Die Anforderungen an die Verwaltung haben sich seit den 1980er-Jahren, als der gelbe Anbau errichtet wurde, deutlich verändert. Damals wurde übrigens noch mit Schreibmaschine geschrieben – dass die städtischen Mitarbeiter irgendwann am Computer arbeiten würden, ahnte niemand. Themen wie Breitband- und Glasfaserinfrastruktur spielten damals noch keine Rolle. Ebenso wenig war absehbar, dass heute 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sein würden oder dass Trossingen zunehmend Aufgaben kleinerer Nachbargemeinden übernimmt. Die rund 120 Mitarbeitenden der Stadtverwaltung arbeiten derzeit bereits an vier Standorten im Stadtgebiet, da das Rathaus für die heutigen Anforderungen nicht mehr ausreichend Platz bietet.


Auch die Rahmenbedingungen der Förderung sprechen für eine zeitnahe Umsetzung. „Die Entscheidung, das Rathaus zu sanieren, ist schon 2014 gefallen. Es gehört zum Sanierungsgebiet und damit erhält das Projekt Zuschüsse in Höhe von zehn Millionen Euro“, erklärte Susanne Irion. „Diese laufen allerdings 2029 ab. Wenn wir jetzt nicht bauen, erhalten wir vielleicht die nächsten Jahrzehnte keine solche Förderung mehr. Es ist jetzt also die letzte Gelegenheit.“


💰Die Händelstraße 16 wird für die kommenden zwei Jahre als Außenstelle genutzt. Die dafür notwendigen Maßnahmen werden bewusst wirtschaftlich und auf das Wesentliche beschränkt umgesetzt. Die Kosten liegen zwischen 400.000 und 500.000 Euro und damit deutlich unter den Ausgaben, die im ursprünglich vorgesehenen Ablauf entstanden wären. Damit wären eine zwei Jahre längere Bauzeit und rund zwei Millionen Euro Mehrkosten einhergegangen, erläuterte Susanne Irion.


„Von dem Geld sanieren wir nicht luxuriös, sondern beschränken uns auf ein Minimum“, erläuterte die Bürgermeisterin. Vorgesehen sind Elektro- und Streicharbeiten, neue Bodenbeläge im Obergeschoss sowie die Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten. Diese entstehen einerseits neben dem Pavillon und sollen andererseits auch über den Mühlenweg angefahren werden können. „Genutzt werden sie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die morgens kommen, abends gehen und selbstverständlich Rücksicht darauf nehmen, dass hier Kinder unterwegs sind“, betonte Susanne Irion. Mit einem hohen Besucheraufkommen rechnet die Stadt nicht, da in der Händelstraße überwiegend publikumsärmere Sachgebiete untergebracht werden.


🚗Den Anwohnerinnen und Anwohnern lag das Thema Verkehr besonders am Herzen. Insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie die Parksituation in den engen Straßen der Siedlung wurden angesprochen. Bürgermeisterin Susanne Irion sagte zu, dass das Ordnungsamt die Situation erneut prüfen und sich die Gegebenheiten vor Ort nochmals ansehen werde.

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