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Ab wann haben wir eigentlich angefangen zu überleben statt zu leben?

Ab wann haben wir eigentlich angefangen zu überleben statt zu leben?

Vor ein paar Tagen hatte ich wieder ein Gespräch in meiner Praxis in Beckenried.

Mitten im Gespräch fiel ein Satz, der mich nicht mehr losgelassen hat:

„Ab wann haben wir eigentlich angefangen zu überleben statt zu leben?“

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Menschen fallen mir ein, auf die dieser Satz zutrifft.

Vielleicht kennen Sie das auch:

Der Wecker klingelt.

Der Tag beginnt.

Arbeit.

Familie.

Termine.

Verpflichtungen.

Abends fällt man müde ins Bett – und trotzdem hat man das Gefühl, nicht wirklich gelebt zu haben.

Dabei leisten viele Menschen jeden Tag Unglaubliches.

Sie kümmern sich um ihre Kinder.

Sie sorgen für ihre Angehörigen.

Sie gehen arbeiten.

Sie tragen Verantwortung.

Und genau deshalb merken sie oft lange nicht, wie erschöpft sie eigentlich geworden sind.


Wenn der Körper nicht mehr zur Ruhe kommt

Viele Menschen glauben, sie hätten einfach zu wenig Energie.

In meiner Praxis erlebe ich jedoch häufig etwas anderes:

Nicht die Energie fehlt als Erstes.

Oft fehlt die Verbindung zu sich selbst.

Der Körper befindet sich über Monate oder sogar Jahre in einem Zustand ständiger Anspannung.

Unser Nervensystem ist eigentlich dafür gemacht, uns kurzfristig vor Gefahren zu schützen.

Wird Stress jedoch zum Dauerzustand, kann es passieren, dass wir zwar funktionieren – uns aber immer weniger lebendig fühlen.

Die Folgen können sehr unterschiedlich sein:

  • Müdigkeit
  • Schlafprobleme
  • innere Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Verspannungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Erschöpfung


Was die Epigenetik damit zu tun hat

Die Epigenetik zeigt, dass unsere Lebensumstände einen Einfluss darauf haben können, welche genetischen Programme aktiv werden.

Stress, Schlaf, Ernährung, Bewegung, Beziehungen und unsere Gedanken wirken jeden Tag auf unseren Körper ein.

Deshalb geht Gesundheit weit über Laborwerte oder einzelne Symptome hinaus.

Der Körper reagiert auf das gesamte Leben, das wir führen.


Die gute Nachricht

Ich glaube nicht, dass die Leichtigkeit verloren gegangen ist.

Ich glaube, sie wartet oft nur darauf, wieder eingeladen zu werden.

Manchmal beginnt Gesundheit nicht erst dann, wenn Beschwerden verschwinden.

Manchmal beginnt sie in dem Moment, in dem wir wieder anfangen:

zu lachen.

zu geniessen.

zu fühlen.

zu träumen.

zu leben.

Denn oft ist viel mehr von uns noch da, als wir glauben.

💛

Basia Ferber

SELADA – Institut für Epigenetik & Körperbewusstsein

Beckenried