Fakten zur Wochenmitte: Flächenverbrauch
Der Flächenverbrauch in der Schweiz wird vom Bundesamt für Statistik (BFS) anhand der Arealstatistik in vier Hauptkategorien unterteilt. Die gesamte Landesfläche von rund 41'285 km² nutzt sich wie folgt ab:
- Landwirtschaftsfläche (35,9 %): Die grösste Kategorie (Äcker, Wiesen, Weiden, Rebbau).
- Bestockte Fläche (31,3 %): Vorwiegend Wald, Gebüschwald und Gehölze.
- Unproduktive Fläche (25,3 %): Gewässer, Fels, Geröll, Gletscher und unproduktive Vegetation.
- Siedlungs- und Infrastrukturfläche (7,5 %): Die kleinste Hauptkategorie (Gebäudeareal, Industrie, Verkehrsflächen, Erholungsanlagen).
Pro Kopf beansprucht die Schweizer Bevölkerung durchschnittlich etwa 397 m² an Boden. Die reine Wohnfläche pro Person liegt schweizweit bei durchschnittlich 46,6 m².
In den letzten Jahrzehnten ist die Siedlungsfläche der Schweiz gewachsen, wobei sich das Wachstumstempo in jüngster Zeit leicht abgeschwächt hat.
Das Wachstum im Überblick (1985 bis heute)
- Zwischen 1985 und 2018 hat sich die Schweizer Siedlungsfläche landesweit von 5.6% auf 7.5% ausgedehnt.
- Die reinen Wohnflächen wuchsen im gleichen Zeitraum doppelt so schnell wie die Schweizer Wohnbevölkerung.
Abbremsung des Tempos
Obwohl das Siedlungsgebiet weiter wächst, hat sich die Dynamik durch strengere Raumplanungsgesetze und den Fokus auf innere Verdichtung um 20% verlangsamt.