Stadtwald entwickelt sich positiv
Wie entwickelt sich der Stadtwald nach den trockenen Jahren, den Stürmen und den Herausforderungen durch den Borkenkäfer? Dieser Frage gingen Bürgermeister Jonathan Berggötz und die Mitglieder des Gemeinderats gemeinsam mit Revierförster Matthias Berger bei einer Waldbegehung im Wittmannstal nach.
Dabei gab es diesmal erfreuliche Nachrichten. „Heute schauen wir auf die Sahneseite unseres Stadtwaldes“, kündigte Förster Berger gleich zu Beginn an. Statt über Schäden und Probleme zu sprechen, zeigte er an mehreren Stationen, wie sich der Wald in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie die nächste Baumgeneration bereits heranwächst.
Für viele Teilnehmer wurde dabei sichtbar, was Spaziergängern oft verborgen bleibt, denn unter dem Dach älterer Bäume wächst vielerorts bereits der Wald von morgen. Besonders die Weißtanne spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie kommt mit längeren Trockenphasen besser zurecht und soll künftig einen größeren Anteil im Stadtwald einnehmen. An unterschiedlich alten Waldbeständen erläuterte Berger, wie viel Geduld und Fingerspitzengefühl für eine erfolgreiche Waldentwicklung nötig sind. Denn damit die nächste Baumgeneration erfolgreich heranwachsen kann, müssen viele Faktoren zusammenspielen, von den Lichtverhältnissen im Bestand bis hin zum Schutz der jungen Bäume.
An mehreren Bereichen konnten die Teilnehmer nachvollziehen, wie sich ein Waldbestand über Jahrzehnte hinweg verändert. Vom dichten Kronendach eines etwa 50 Jahre alten Bestandes über erste Verjüngungsmaßnahmen bis hin zu Bereichen, in denen bereits eine neue Baumgeneration herangewachsen ist, wurde deutlich, wie langfristig Forstwirtschaft denkt und plant. Besonders eindrucksvoll war ein Bestand, in dem sich unter den Altbäumen bereits seit vielen Jahren junge Tannen entwickeln. Hier zeigte sich, wie der Wald der nächsten Generation heranwächst, lange bevor die alten Bäume geerntet werden. An anderer Stelle wurde dagegen sichtbar, welche Probleme entstehen können, wenn die Verjüngung zu spät eingeleitet wird: Die alten Bäume verlieren an Stabilität und Wert, während gleichzeitig der Nachwuchs fehlt.
Die Entwicklung bestätigt für Förster Matthias Berger den eingeschlagenen Weg: „Waldumbau braucht Zeit, Geduld und den Blick auf die nächste Generation.“ Umso erfreulicher sei die Entwicklung in vielen Bereichen des Bad Dürrheimer Stadtwaldes. Sein Fazit nach der Begehung: „Der Gesamtwald ist auf einem sehr guten Weg.“
Auch Bürgermeister Jonathan Berggötz freute sich über den Einblick in die Arbeit der Forstleute: „Im Wald werden Entscheidungen für viele Jahrzehnte getroffen. Bei der Begehung wurde deutlich, wie vorausschauend und nachhaltig hier gearbeitet wird, damit auch kommende Generationen einen gesunden und vielfältigen Stadtwald vorfinden.“
Der Bad Dürrheimer Stadtwald umfasst rund 857 Hektar. Damit er auch künftig seine wichtige Funktion für Natur, Klima, Erholung und die nachhaltige Holznutzung erfüllen kann, wird er seit Jahren Schritt für Schritt zu einem stabilen und widerstandsfähigen Mischwald weiterentwickelt.
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Bei einer Waldbegehung informierte Revierförster Matthias Berger Bürgermeister Jonathan Berggötz und die Mitglieder des Gemeinderats über die positive Entwicklung des Bad Dürrheimer Stadtwaldes und die Fortschritte beim Waldumbau.