40. Jubiläum unserer Partnergruppe „Kapela Ludowa Ostródzianie“
Auf Einladung unserer langjährigen Partnergruppe „Kapela Ludowa Ostródzianie“ machten wir uns am 26. Juni in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Ostróda in Masuren, um gemeinsam das 40-jährige Jubiläum unserer Freunde zu feiern.
Schon vor der Abreise standen wir vor den ersten Herausforderungen. Kurzfristig erreichte uns die Nachricht, dass die Autobahn A2 bei Magdeburg vollständig gesperrt war. So mussten wir unsere Route spontan ändern . Doch das war nicht das einzige Hindernis.
Am Abend zuvor erfuhren wir, dass einer der beiden gemieteten Kleinbusse wegen eines Defekts nicht einsatzfähig war. Kurzerhand stellte ein Vereinsmitglied seinen privaten Pkw zur Verfügung. Nun galt es, 13 Erwachsene, zahlreiche Instrumente und unsere Trachten auf die verbliebenen Fahrzeuge zu verteilen – keine leichte Aufgabe, die aber dank guter Organisation und etwas Improvisation bestens gemeistert wurde.
Auch das Wetter stellte uns auf die Probe. Die Temperaturen waren außergewöhnlich hoch und verlangten allen Beteiligten einiges ab. Doch die Vorfreude auf das Wiedersehen mit unseren Freunden war größer als jede Anstrengung. Gegen 19 Uhr wurden wir schließlich von Heinrich Hoch in Ostróda herzlich empfangen.
Nach einem hervorragenden gemeinsamen Abendessen besprachen wir in gemütlicher Runde das Programm für die kommenden Tage. Anschließend ließen wir den ersten Abend bei einem entspannten Spaziergang entlang des idyllischen Drewenzsees ausklingen und genossen die besondere Atmosphäre der Stadt.
Am Samstag stand bereits der erste Auftritt auf dem Programm. Unser Ziel war Lidzbark (Heilsberg), wo wir beim Ostpreußischen Sommerfest der Deutschen Minderheit in Ermland und Masuren auftreten durften. Obwohl die Fahrt länger dauerte als geplant, wurden wir unterwegs mit einer wunderschönen masurischen Landschaft, weiten Feldern und zahlreichen Störchen belohnt, die das Landschaftsbild prägten.
Die große Hitze machte den Auftritt zwar anstrengend, doch das begeisterte Publikum entschädigte uns dafür. Die herzliche Aufnahme, der Applaus und die vielen netten Gespräche mit den Besuchern machten diesen Auftritt zu einem besonderen Erlebnis.
Direkt im Anschluss ging es zurück nach Ostróda, wo bereits die Jubiläumsfeier unserer Partnergruppe auf uns wartete. Kaum angekommen, hieß es schon: Trachten richten, Instrumente bereitmachen und ab auf die Bühne. Es war uns eine große Freude, musikalisch zum Fest unserer Freunde beitragen zu dürfen.
Nach den Auftritten blieb endlich Zeit für gemeinsame Gespräche, gutes Essen und viele schöne Erinnerungen an die langjährige Partnerschaft zwischen unseren Gruppen. Alte Freundschaften wurden gepflegt und neue Kontakte geknüpft. Da an diesem Wochenende in Ostróda gleichzeitig die beliebten Seetage stattfanden, endete der Abend stimmungsvoll am Drewenzsee mit einem beeindruckenden Feuerwerk.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Gemeinsam mit Heinrich Hoch und den Mitgliedern von Ostródzianie unternahmen wir eine fröhliche Seerundfahrt, die natürlich musikalisch begleitet wurde. Das Akkordeon unserer Gastgeber kam dabei kaum zur Ruhe und lief sprichwörtlich fast heiß.
Im Anschluss erkundeten wir gemeinsam die Stadt, besichtigten das Museum in der historischen Burg und ließen uns das Mittagessen schmecken.
Der Nachmittag stand allen zur freien Verfügung. Ob bei einem gemütlichen Spaziergang, einem Eis in der Altstadt oder einer wohlverdienten Pause – jeder nutzte die Gelegenheit, die vielen Eindrücke in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Am Abend kamen unsere Freunde noch einmal zu einem herzlichen Abschiedsbesuch vorbei. Es wurde viel gelacht, erzählt und natürlich auch schon über das nächste Wiedersehen gesprochen.
Am Montagmorgen hieß es dann Abschied nehmen. Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und dem guten Gefühl, eine wunderbare Zeit miteinander verbracht zu haben, traten wir die Heimreise nach Osterode am Harz an.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Fahrern Bianca, Andreas, Katja und Wolfgang, die uns trotz Umleitungen, Hitze und engem Zeitplan sicher ans Ziel und wieder nach Hause gebracht haben.
Diese Reise wäre jedoch ohne die großzügige Unterstützung vieler Helfer und Förderer nicht möglich gewesen. Deshalb bedanken wir uns herzlich bei
- der Stadt Osterode am Harz, insbesondere bei Bürgermeister Jens Augat und Frau Wendt,
- der Stadt Ostróda, vertreten durch Bürgermeister Rafał Dąbrowski,
- sowie ganz besonders bei unserem Freund und unermüdlichen Organisator Heinrich Hoch, der sich mit großem Engagement um alles gekümmert hat und maßgeblich zum Gelingen dieser Reise beigetragen hat.
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Allen Unterstützern und unseren polnischen Freunden sagen wir von Herzen:
Dziękujemy – Vielen Dank!