Gruß zum Sonntag
Ein gesegnetes Wochenende. Der Sonntagsgruß hängt nach dem Gottesdienst wieder aus. Herzliche Einladung auch zur Andacht per Anruf unter 05694-9910208.
Zum 8. Sonntag nach Trinitatis, 26.7.2026
„Wir haben alles, was das Herz begehrt, und wir brauchen uns vor nichts zu fürchten; uns geht es gut,“ sagte der kleine Tiger. So beginnt die Erzählung „Oh wie schön ist Panama“ von Janosch.
In der Geschichte hören wir, wie Tiger und Bär ihren alltäglichen Geschäften nachgehen. Sie suchen Pilze, sie angeln. Doch eines Tages finden sie eine geheimnisvolle Kiste, die ganz wunderbar nach Bananen riecht. Pa-na-ma le-sen die beiden darauf. Und weil Panama also nach Bananen riecht, ist es fortan das Land ihrer Träume. So machen sie sich auf die Reise. Nehmen ihre Angel mit, den Kochtopf, die Tigerente, und folgen ihrem selbst gebauten Wegweiser nach Panama. Lange sind sie unterwegs, bestehen Abenteuer und treffen neue Freunde. Am Ende sehen sie das Land, das sie gesucht haben. Es sieht ihrer vertrauten Heimat ähnlich, und doch sieht es anders aus. Sie finden ein Häuschen, das perfekt zu ihnen passt. Es sieht ihrem alten ähnlich, und doch kommt es ihnen anders vor. Und es muss ja auch Panama sein, denn ganz in der Nähe liegt ein umgestürzter Wegweiser. „Du meinst, dann hätten sie auch gleich zu Hause bleiben können?“, fragt der Autor am Ende. Oh nein!
Unterwegs sein heißt nicht immer, Neues zu suchen, spektakuläre Orte zu entdecken. Manchmal heißt es einfach, sich bewegen zu lassen von dem, was uns begegnet, was wir erleben. Manches kleine Abenteuer bleibt in Erinnerung, weil es überraschend sein kann, die eigene Umgebung einmal mit anderen Augen zu betrachten.
Welchen Sehnsuchtsort schreiben Sie in diesem Sommer auf den Wegweiser? Was nehmen Sie auf ihren Weg mit? Und wie sehen Sie Ihr Zuhause, wenn Sie zurückkehren?
Viele Psalmen aus der Bibel berichten vom Unterwegssein. Eines könnte auch gut am Ende der Geschichte von Tiger und Bär stehen. „Lass den Herrn deinen Weg bestimmen! / Vertrau auf ihn! Er wird es schon machen.“ (Ps 37,5). Ihre und Eure Pfarrerin Claudia Engler