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Erste Verlegung von Stolpersteinen in Rhoden am 1.12.2026

Am 7.7.26 hat der Magistrat unserem Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen einstimmig stattgegeben. Wir freuen uns, dass Stolpersteine in Rhoden demnächst an das Leben unserer jüdischen MitbürgerInnen vor 1943 erinnern.

Die Verlegung der ersten Stolpersteine ist am 1.12.2026 um 15:00 Uhr vor dem Haus Landstrasse 22 – heute Ärztehaus, ehemals das „Harsche Haus“ - geplant.

Dies geschieht gemeinsam mit den Verlegungen in Bad Arolsen (11:00), Helsen (12:00) und Mengeringhausen (13:00). Der Künstler Gunter Demnig wird bei diesen Erstverlegungen persönlich anwesend sein. https://www.stolpersteine.eu/

Die ersten vier Steine in Rhoden werden für Aron Stern, seine Frau Adele und die Töchter Hanna und Susanna verlegt:

Aron Stern

Geb. 07.01.1874

07.09.1942 deportiert über Kassel ins KZ Theresienstadt

Ermordet 13.01.1943

Adele Stern, geb. Mosheim

Geb. 07.10.1886

07.09.1942 deportiert über Kassel ins KZ Theresienstadt

23.01.1943 deportiert nach Auschwitz-Birkenau

Dort ermordet

Hanna Stern

Geb. 27.04.1909

07.09.1942 deportiert über Kassel ins KZ Theresienstadt

Ermordet 10.10.1942

Susanna Stern

Geb. 06.09.1910

Flucht in die USA 04.07.1938

Die Familie Stern gehörte zu den wichtigen jüdischen Kaufmannsfamilien der Region. Die Familienmitglieder waren angesehene Bürger in Rhoden. Sie bauten 1880 das „Harsche Haus“. Die Biografien der Familie Aron Stern werden zur Zeit erstellt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden für die übrigen jüdischen Familien weitere Stolpersteine gesetzt.

Es gibt Spendenzusagen für die ersten Stolpersteine. Wir sind dankbar, dass der Kirchenvorstand diese Initiative unterstützt und ein Spendenkonto für dieses Projekt einrichtet.

Unsere Daten zum Leben der jüdischen MitbürgerInnen haben wir auf der passwortgeschützten Webseite https://rhoden-erinnert.wixsite.com/start gesammelt (PW-Anfragen können per Email an Renate Abel, [email protected] oder telefonisch gestellt werden). Die Webseite wird ständig ergänzt. Schriftliche Hinweise, Erinnerungen und Fotos aus dem Leben der jüdischen MitbürgerInnen nehmen wir gern entgegen. Damit können die Biografien vervollständigt werden. Und wir freuen uns über Anfragen zur Mitwirkung.

Renate Abel – 01577 66 596 13 und Rudolf Beisinghoff – 01633 90 8000