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Neuer Treffpunkt für die Jugend

fnCampus feierlich eröffnet


Bad Dürrheim hat einen neuen Treffpunkt für junge Menschen: Mit einem großen Eröffnungsfest wurde der fnCampus im ehemaligen Jugendhaus Bohrturm offiziell eingeweiht. Zahlreiche Jugendliche, Familien, Gäste und Wegbegleiter feierten gemeinsam den Start einer neuen Zukunftswerkstatt für die Jugend der Stadt.


Bunte Leuchtbuchstaben am Gebäude, offene Türen und viele neugierige Gesichter: Schon von außen ist sichtbar, dass sich am Bohrturm etwas verändert hat. Aus dem ehemaligen Jugendhaus ist der fnCampus geworden. Ein Ort, der nicht vorgibt, wie Jugendliche ihn nutzen sollen, sondern gemeinsam mit ihnen gestaltet und weiterentwickelt wird.


„Es ist etwas beeindruckend was hier entstanden ist und es wird noch wachsen – es wird viel gelingen“, sagte Bürgermeister Jonathan Berggötz bei der Eröffnung. Für die Jugendlichen könne der fnCampus ein zweites Zuhause werden, ein Ort, an dem sie sich entfalten, Verantwortung übernehmen und eigene Ideen verwirklichen können.


Die Geschichte des fnCampus begann mit einer einfachen, aber entscheidenden Frage: Was brauchen junge Menschen in Bad Dürrheim? Die Antwort darauf sollte nicht über ihre Köpfe hinweg gefunden werden, sie selbst sollten von Anfang an Teil des Prozesses sein. Gemeinsam mit der Forêt-Noire-Stiftung, den Schulen, dem Landkreis und vielen engagierten Jugendlichen entstand die Idee eines neuen Ortes für Begegnung, Kreativität und Beteiligung. Die 2023 von Unternehmer Dr. Tim Moog gegründete Stiftung, die soziale und ökologische Projekte unterstützt, brachte dabei nicht nur finanzielle Unterstützung ein, sondern vor allem einen wichtigen Gedanken: Jugendliche sollen ihren Raum selbst mitgestalten und Verantwortung übernehmen.


Ein wichtiger Meilenstein war das Beteiligungsevent „Döner & Beats“, bei dem mehr als 250 junge Menschen ihre Wünsche und Vorstellungen einbrachten. Daraus entstand unter anderem die Idee eines Jugendcafés, ein Treffpunkt zum Austauschen, Lernen, Kreativsein und gemeinsamen Zeit verbringen. Nach intensiver Planung und vielen Gesprächen stimmte der Gemeinderat der Stadt schließlich der Entwicklung des ehemaligen Jugendhauses zum fnCampus zu. Damit erhielt die Idee ein festes Zuhause.


Der fnCampus versteht sich bewusst nicht als fertiges Konzept, sondern als Ort im Wandel. „Der Campus wird nicht von heute auf morgen stehen, sondern wachsen“, beschreibt Heike Reinsch von der Forêt-Noire-Stiftung den Ansatz. Hier sollen junge Menschen ankommen, durchatmen, Freunde treffen, kreativ werden und eigene Projekte verwirklichen können. Ob Jugendcafé, Workshop, Veranstaltung oder gemeinsames Projekt: Die Ideen entstehen dort, wo Jugendliche selbst aktiv werden.


Auch die Räume erzählen diese Entwicklungsgeschichte. Aus dem früheren Billardraum ist ein Maker-Space entstanden, in dem Ideen mit einem 3D-Drucker umgesetzt oder eigene T-Shirts und Plakate gestaltet werden können. Der Mehrzweckraum bietet weiterhin Platz für Veranstaltungen, Präsentationen, Workshops, Gaming-Abende oder sportliche Aktivitäten. Flexible Möbel und offene Gestaltungsmöglichkeiten machen deutlich: Der Campus darf sich verändern, genauso wie die Menschen, die ihn nutzen. „Die Räume sind nicht fertig, wir wollen keine fixe Situation“, betont Heike Reinsch. Entscheidend sei nicht nur, was heute vorhanden ist, sondern was gemeinsam daraus entsteht.


Die Entwicklung des fnCampus zeigt, was möglich ist, wenn viele Partner an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Die Stadt Bad Dürrheim vertraut der Forêt-Noire-Stiftung die Weiterentwicklung des ehemaligen Jugendhauses an und unterstützt das Projekt unter anderem durch einen Zuschuss zu den Personalkosten. Vor Ort begleiten Marvin Hack, Steffi Vogt und Stadtjugendpflegerin Jessica Gälle die Arbeit im Campus. Sie verstehen sich als Möglichmacherinnen und Möglichmacher, als Menschen, die Jugendliche dabei unterstützen, ihre Ideen umzusetzen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Auch die Schulen sind eng eingebunden.


Die Kooperation mit der Grund- und Werkrealschule Bad Dürrheim eröffnet neue Perspektiven: Mit dem „CampusDay“ entsteht ein Lernraum außerhalb des klassischen Unterrichts, in dem Schülerinnen und Schüler selbst initiierte Projekte entwickeln und ausprobieren können. Rund 300 Schülerinnen und Schüler hatten sich über einen langen Zeitraum für das Projekt engagiert. Dr. Tim Moog von der Forêt-Noire-Stiftung dankte ihnen sowie allen beteiligten Schulen, der Stadt und dem Landkreis. „Heute haben wir das Fundament gelegt, aber wir sind noch lange nicht am Ende“, sagte er. Der fnCampus solle jungen Menschen helfen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.


Bürgermeister Jonathan Berggötz richtete seinen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an Fachbereichsleiter Markus Stein, der das Projekt seitens der Stadt eng begleitet und vorangetrieben hat. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel geplant, entwickelt und geschaffen wurde“, so der Bürgermeister.


Auch Landrat Sven Hinterseh würdigte die Bedeutung des neuen Angebots: „Großartig, dass es diesen Raum gibt.“ Gerade Orte, an denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, Unterstützung finden und eigene Perspektiven entwickeln können, seien von großer Bedeutung.


Die Eröffnungsfeier zeigte bereits die Vielfalt, die künftig im fnCampus möglich sein wird: Das neue Jugendcafé wurde eröffnet, Besucherinnen und Besucher konnten die Räumlichkeiten erkunden, Feuerwehrfahrzeuge besichtigen, T-Shirts gestalten, Basecaps individualisieren oder Erinnerungsfotos in der Selfie-Ecke aufnehmen. Schülerinnen und Schüler präsentierten außerdem ihr Schulkonzept „CampusDay“.


Auch künftig wird es zahlreiche Angebote geben, von kreativen Workshops über gemeinsame Aktionen bis hin zu eigenen Projekten der Jugendlichen. In den vergangenen Ferien entstanden beispielsweise Palettenmöbel für den Campus, ein Baristakurs wurde angeboten und Jugendliche konnten eigene Ideen wie ein Basketballtraining umsetzen.


Mit dem fnCampus hat Bad Dürrheim einen neuen Ort für junge Menschen geschaffen, einen Ort zum Treffen, Ausprobieren, Mitmachen und Gestalten. Der Campus lebt vor allem von den Menschen, die ihn nutzen und von den Ideen, die dort entstehen.


Bilder 1 bis 3: Silas Stein

Bild 4: Stadtverwaltung Bad Dürrheim

Mit im Team des fnCampus (von links): Heike Reinsch (Vorständin Forêt-Noire-Stiftung), Marvin Hack (Forêt-Noire), Jessica Gälle (Leitung im Kundenbereich Jugend der Stadt) und Stephie Vogt (Forêt-Noire).

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Stadtverwaltung Bad Dürrheim veröffentlicht.