Die Stadt Triberg kämpft für den Erhalt des Waldsportbades
Jetzt braucht es die Unterstützung aller!
Es gibt Orte, die weit mehr sind als nur eine Freizeiteinrichtung. Das Triberger Waldsportbad ist ein solcher Ort. Generationen von Kindern haben hier schwimmen gelernt, Familien unzählige Sommertage verbracht und viele Bürgerinnen und Bürger
verbinden mit dem Waldsportbad persönliche Erinnerungen. Es gehört zu Triberg – und genau deshalb setzt die Stadt alles daran, diesen besonderen Ort auch für die Zukunft zu erhalten.
Doch der Erhalt hat seinen Preis.
Nach einer eindeutigen Auflage des Gesundheitsamtes müssen der Beckenkopf sowie die Beckenfolie im Schwimmerbecken erneuert werden. Nur so kann der sichere und hygienisch einwandfreie Badebetrieb auch in den kommenden Jahren gewährleistet werden. Gleichzeitig ist heute noch nicht vollständig absehbar, welche Betonschäden sich unter der bestehenden Folie verbergen. Erst nach deren Rückbau wird der tatsächliche Sanierungsumfang sichtbar – und damit auch die endgültigen Kosten. Schon jetzt steht jedoch fest, dass die bisher kalkulierten rund 110.000 Euro für die Erneuerung der Folie allein nicht ausreichen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass im laufenden Haushalt keine Mittel für eine solche Maßnahme eingestellt sind.
Der Gemeinderat der Stadt Triberg hat ausführlich über eine Lösung diskutiert und auch eine gefunden – die sogar direkt nach dem Ende der diesjährigen Badesaison erfolgen soll, damit das Waldsportbad zur nächsten Saison uneingeschränkt zur Verfügung steht:
Gemeinderat und Verwaltung stehen klar hinter dem Erhalt des Waldsportbades. Um dies zu ermöglichen, sind jedoch schmerzhafte Verschiebungen bei anderen Vorhaben notwendig. Mittel, die ursprünglich für andere Maßnahmen eingeplant waren, müssen nun für die Sanierung des Waldsportbades eingesetzt werden. So werden unter anderem Straßensanierungen in Triberg in Höhe von 65.000 Euro sowie die Sanierung öffentlicher Toilettenanlagen in den Ortsteilen Nußbach in Höhe von 55.000 Euro und Gremmelsbach in Höhe von 45.000 Euro auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Sowohl die Kernstadt als auch die Ortsteile leisten damit gleichermaßen einen Beitrag zum Erhalt des Waldsportbades – in dem Bewusstsein, dass die finanzielle Lage der Stadt, wie bei vielen Kommunen im Land, bereits jetzt äußerst angespannt ist. Zugleich besteht keine Gewähr, dass die verschobenen Maßnahmen im Folgejahr tatsächlich umgesetzt werden können.
Unabhängig vom klaren Willen zum Erhalt des Waldsportbades kann erst dann abschließend beurteilt werden, ob und in welchem Umfang die Maßnahme umgesetzt werden kann, wenn belastbare Zahlen zur Betonsanierung vorliegen und die finanzielle Tragbarkeit geprüft wurde. Erst nach dem Entfernen der Beckenfolie wird der tatsächliche Zustand der Betonflächen sichtbar und damit auch der konkrete Sanierungsbedarf verlässlich einschätzbar sein.
Die Stadt bekennt sich klar zum Waldsportbad. Gleichzeitig müssen wir offen aussprechen, dass der Betrieb jährlich ein Defizit von rund 250.000 Euro verursacht. Hinzu kommen erhebliche Investitionen, die bereits in den vergangenen Jahren notwendig waren. Allein zwischen 2024 und 2026 wurden rund 160.000 Euro in die technische Erneuerung und den Erhalt investiert – weitere Maßnahmen werden folgen müssen. Diese Verantwortung kann die Stadt dauerhaft nicht alleine tragen.
Dem Gemeinderat war in der Beratung bewusst, dass der Erhalt des Waldsportbades nicht auf Kosten anderer wichtiger Aufgaben für unsere Bürgerinnen und Bürger gehen darf. Jede zusätzliche Investition und jedes jährliche Defizit binden finanzielle Mittel, die an anderer Stelle fehlen – sei es für die Sanierung unserer Straßen, die Infrastruktur oder weitere dringend notwendige Projekte in unserer Stadt und den Ortsteilen. Gleichzeitig zeigen die Besucherzahlen, dass das Potenzial unseres Waldsportbades noch nicht ausgeschöpft ist. Deshalb kann es auf Dauer nicht der richtige Weg sein, immer wieder notwendige Investitionen in die Zukunft zu verschieben, um die finanziellen Herausforderungen allein aus dem städtischen Haushalt zu bewältigen. Vielmehr braucht es jetzt ein gemeinsames Bekenntnis aller, damit das Waldsportbad auch künftig ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Lebensfreude bleiben kann.
Deshalb ist zwingend auch die Einnahmesituation des Freibades zu verbessern. Für die kommende Saison ist daher eine Anpassung der Eintrittspreise vorgesehen. Darüber hinaus soll ein Förderverein für das Waldsportbad gegründet werden.
Bürgermeister Sven Ketterer hat sich bereit erklärt, den Vorsitz des Fördervereins in der Gründungsphase zu übernehmen und den Verein aktiv beim Aufbau zu begleiten. Auch Mitglieder des Gemeinderats sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Damit soll von Beginn an deutlich werden: Der Erhalt des Waldsportbades ist eine Gemeinschaftsaufgabe, für die Verwaltung, Gemeinderat, Bürgerschaft, Vereine und Unternehmen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Der Förderverein soll das Waldsportbad ideell, finanziell und durch tatkräftiges Engagement unterstützen. Ziel ist es, zusätzliche Mittel einzuwerben, Projekte anzustoßen und Veranstaltungen zugunsten des Waldsportbades zu organisieren. So ist beispielsweise vorgesehen, dass der Erlös des beliebten 12-Stunden-Schwimmens künftig vollständig dem Erhalt des Waldsportbades zugutekommt. Darüber hinaus soll der Förderverein eine Plattform für alle sein, die mit Ideen, persönlichem Einsatz oder finanzieller Unterstützung dazu beitragen möchten, dass das Waldsportbad auch für kommende Generationen ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Lebensfreude bleibt.
Zur Gründung des Fördervereins lädt Sven Ketterer alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen sowie Freunde des Waldsportbades herzlich ein.
Die Gründungsversammlung findet am Freitag, 28. August 2026, um 17:00 Uhr direkt im Waldsportbad Triberg statt.
Wer sich bereits im Vorfeld informieren oder seine Unterstützung signalisieren möchte, kann sich gerne per E-Mail an [email protected] oder Telefon 07722 953-0 wenden. Jede Mitgliedschaft, jede Idee und jedes Engagement ist ein wichtiger Beitrag, damit unser Waldsportbad auch in Zukunft ein Ort bleibt, auf den Triberg stolz sein kann. Gemeinsam können wir Verantwortung übernehmen und dieses besondere Stück
Lebensqualität für kommende Generationen bewahren.
Aufruf an die Bürgerschaft
Der Erhalt des Waldsportbades ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Stadt wird ihrer Verantwortung gerecht und schafft die Voraussetzungen dafür, dass das Freibad auch künftig erhalten bleiben kann. Gleichzeitig ist aber klar: Auf Dauer wird dies nur gelingen, wenn auch aus der Bürgerschaft Unterstützung kommt.
Bürgermeister Sven Ketterer: „Jetzt ist Triberg gefragt.
Die Stadt wird ihren Beitrag leisten. Der Gemeinderat übernimmt Verantwortung. Doch der dauerhafte Erhalt unseres Waldsportbades gelingt nur gemeinsam.
Deshalb möchten wir alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und Freunde unseres Waldsportbades herzlich einladen, Teil dieses gemeinsamen Weges zu werden.
Mit der Gründung eines Fördervereins möchten wir Menschen zusammenbringen, denen unser Waldsportbad am Herzen liegt. Jeder Mitgliedsbeitrag, jede Spende und jede Idee hilft mit, diesen besonderen Ort für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren. Ein Schwimmbad ist mehr als Wasser und Beton. Es ist Lebensqualität. Es ist Begegnung. Es ist ein Stück Heimat.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch kommende Generationen im
Triberger Waldsportbad unvergessliche Sommer erleben können.“
Zu den größeren Investitionen seit dem Jahr 2024 bis Frühjahr 2026:
Bereits in den vergangenen Jahren wurden erhebliche Investitionen in den Erhalt und die Modernisierung der technischen Anlagen des Waldsportbades vorgenommen. So wurde im Jahr 2024 der Pavillon am Kombibecken errichtet sowie die Beckenfolie einschließlich der Betonsanierung des Nichtschwimmerbeckens vollständig erneuert. Im Jahr 2025 erfolgte die Generalüberholung der Umwälzpumpen 3 und 1 des Kombibeckens sowie der Umwälzpumpe 1 des Kinderplanschbeckens. Darüber hinaus wurden der Hochleistungskompressor für die Rückspülung sowie weitere technische Komponenten grundlegend generalüberholt. Im laufenden Jahr 2026 wurden bereits die Mess- und Regeltechnik der Chlorungsanlage vollständig erneuert sowie die Chlorgasleitung entsprechend den aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen neu verlegt.
Zu den Besucherzahlen:
2019 - 19.261
2020 - 10.072 (Corona)
2021 - 7.500 (Corona)
2022 - 21.221
2023 - 20.949
2024 - 18.326 (Öffnung erst am 06.07. aufgrund Beckensanierung)
2025 - 20.378