Ein gesegnetes Wochenende
Ein gesegnetes Wochenende. Der Kartengruß hängt nach dem Gottesdienst wieder aus. Herzliche Einladung auch zur Andacht per Anruf unter 05694-9910208
Zum 10. Sonntag nach Trinitatis, dem 9.8.2026
Der berühmte Schöpfer von Asterix und Obelix, René Goscinny, wäre in diesen Tagen 100 Jahre alt geworden. In Paris geboren, aufgewachsen in Buenos Aires, war er ein Grenzgänger. Er beobachtete Menschen genau und entdeckte darin Humor, Widersprüche und Wärme. Seine Figuren sind keine perfekten Helden, sondern Menschen mit Schwächen und großer Herzlichkeit. Mit Asterix, Obelix, Lucky Luke und vielen anderen schuf er Welten, in denen das Lachen nie verletzend ist. Seine Geschichten machen die Würde des Einzelnen stark. Sie zeigen, dass niemand allein stark ist und dass Größe im Zusammenhalt entsteht. Seine Werke verbinden bis heute Generationen.
Das Geheimnis des gallischen Dorfes ist der Zaubertrank, der ungeahnte Kräfte verleiht. Er ist kein Besitz, den man einfach nutzt. Der Trank wird geteilt. Seine Kraft wirkt nur, wenn das Dorf zusammensteht. Asterix braucht Obelix, Obelix die anderen, und der Stärkste ist ohne Gemeinschaft orientierungslos.
Die Bibel kennt zwar keine Zaubertränke, aber diese Erfahrung von gemeinsamer Kraft. Paulus beschreibt die Gemeinde als einen Körper mit vielen Gliedern. Keines ist überflüssig. „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat … so auch Christus“ (1. Korinther 12,12). Es geht nicht um Überlegenheit Einzelner, sondern um die Verbundenheit vieler. Christlicher Glaube ist kein Rezept für Stärke auf Knopfdruck. Er ist kein Besitz, sondern eine Beziehung, die gelebt wird. Gottes Kraft zeigt sich dort, wo Menschen einander helfen, tragen und ermutigen, besonders in schweren Zeiten. Die Christliche Gemeinde ist eine Gemeinschaft voller unterschiedlicher Menschen mit Humor, Geduld und Reibung. Wenn wir Hoffnung teilen und füreinander da sind, kann daraus neue Kraft wachsen. So erinnert uns die Comicgeschichte daran: Stärke entsteht im Miteinander. Ein gesegnetes Miteinander!
Ihre und Eure Pfarrerin Claudia Engler