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Warum wir keinen Auslandstierschutz unterstützen

Wir sind nicht herzlos. Wir haben nur aufgehört zu glauben, dass das Retten einzelner Tiere das Problem allein löst.

Wir sehen die Bilder: Hunde und Katzen, die auf der Straße leben, krank sind oder nie ein sicheres Zuhause kennengelernt haben.

Jedes dieser Tiere verdient Hilfe. Jedes Leben ist wertvoll.

Trotzdem haben wir uns bewusst gegen den klassischen Auslandstierschutz mit der Vermittlung von Tieren nach Deutschland entschieden.

Denn wenn wir immer wieder einzelne Tiere retten, während gleichzeitig neue Tiere unter denselben Bedingungen geboren werden, bekämpfen wir aus unserer Sicht vor allem die Symptome – nicht die Ursache.

Ein Hund wird gerettet, während seine Mutter weiterhin Welpen bekommt. Eine Katze findet ein Zuhause, während vor Ort unzählige unkastrierte Katzen Nachwuchs bekommen.

Wir möchten nicht nur retten, was heute in Not ist. Wir möchten verhindern, dass morgen noch mehr Tiere in Not geraten.

Deshalb setzen wir unsere begrenzten Mittel unter anderem für Kastrationen, medizinische Versorgung, Aufklärung, Prävention und verantwortungsvolle Tierhaltung ein.

Für uns ist das kein weniger emotionaler Tierschutz.

Es ist Tierschutz, der weiterdenkt.

Unsere Entscheidung ist keine Verurteilung der Menschen und Organisationen, die Auslandstieren helfen. Im Gegenteil: Wir haben großen Respekt vor ihrem Einsatz.

Aber wir können nicht jedes Tier retten. Wir können nur entscheiden, wo wir unsere Kraft einsetzen.

Unser Ziel ist eine Welt, in der weniger Tiere ungewollt geboren werden, auf der Straße landen oder im Tierheim leben müssen.

Wir wollen nicht immer mehr Tiere retten müssen.

Wir wollen, dass immer weniger Tiere gerettet werden müssen.

Nicht aus Gleichgültigkeit.

Sondern aus Überzeugung.

Das ist unser Weg.

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Tierschutzverein Triberg u.U. e.V. veröffentlicht.