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Sitzung des Einwohnergemeinderates vom 7. September 2026

Der Einwohnergemeinderat hat sich an der letzten Sitzung unter anderem mit folgenden Themen befasst:

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Ersatzbau Schwimmbad Sonnenberg: Vertragsmodell Heizwerk

Im Rahmen der weiteren Projektierung des Ersatzbaus Schwimmbad Sonnenberg wurden die verschiedenen Möglichkeiten für den Anschluss an den Wärmeverbund der Heizwerk Engelberg AG vertieft geprüft. Dabei zeigte sich, dass das Modell mit einem höheren einmaligen Anschlussbeitrag über die gesamte Laufzeit wirtschaftlich am vorteilhaftesten ist, da anschliessend keine jährliche Grundgebühr mehr anfällt.


Zum Zeitpunkt der Erstellung des Kostenvoranschlags waren diese Grundlagen noch nicht in derselben Tiefe vorhanden. Damals wurde bewusst ein Modell mit einem tieferen Anschlussbeitrag berücksichtigt, um die Investitionskosten und damit die Verschuldung der Einwohnergemeinde nicht zusätzlich zu erhöhen. Inzwischen stellt sich die Finanzierungs- und Verschuldungssituation günstiger dar als ursprünglich angenommen.


Der Einwohnergemeinderat hat deshalb das langfristig wirtschaftlichere Preismodell mit einem einmaligen Anschlussbeitrag von CHF 1'044'786.50 inklusive Mehrwertsteuer genehmigt. Gegenüber dem Kostenvoranschlag entstehen dadurch Mehrkosten. Über 20 Jahre führt das gewählte Modell gemäss aktueller Berechnung jedoch zu einer nominalen Einsparung von rund CHF 1.1 Mio. gegenüber der Alternative. Da künftig keine jährliche Grundgebühr anfällt, wirkt sich das Modell zudem sehr positiv auf die Erfolgsrechnung und die laufenden Betriebskosten des Schwimmbads aus.


Der Verpflichtungskredit von CHF 27.1 Mio. wird voraussichtlich überschritten. Die genaue Höhe kann erst nach Abschluss des Projekts bestimmt werden. Da die erwartete Überschreitung jedoch deutlich unter der gesetzlichen Schwelle von 10 Prozent des Verpflichtungskredits liegt, ist kein Zusatzkredit erforderlich. Momentan geht der Einwohnergemeinderat davon aus, dass die Überschreitung bei maximal CHF 900'000.00 liegen wird.

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Vernehmlassung Verkehr 45 eingereicht

Im Rahmen der Vernehmlassung hat der Einwohnergemeinderat Stellung genommen zur Vorlage "Verkehr 45". Diese legt die langfristige Strategie des Bundes für den Ausbau von Bahn-, Strassen- und Agglomerationsverkehr fest, um die Mobilität in der Schweiz bis 2045 leistungsfähig, nachhaltig und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Der Einwohnergemeinderat unterstützt die generelle Stossrichtung der Bundesvorlage. Besonders wichtig sind ihm die beiden Bahnprojekte Zimmerberg-Basistunnel 2 (ZBT 2) und der Durchgangsbahnhof Luzern (DBL). Diese Projekte sollen die Kapazität des Verkehrsnetzes erhöhen, Engpässe beseitigen und eine nachhaltige Mobilität in der Zentralschweiz ermöglichen.


Der Einwohnergemeinderat fordert, dass der Bund den vollständigen Ausbau des Durchgangsbahnhofs Luzern verbindlich zusichert und die Umsetzung ohne Verzögerungen erfolgt. Gleichzeitig sollen die Ausbauten auf der gesamten Achse Luzern-Zug-Zürich koordiniert geplant werden.


Ebenfalls begrüsst wird die Aufnahme des Grimseltunnels als strategisches Infrastrukturprojekt. Dieser würde die Verkehrsverbindungen verbessern, die Energieversorgung stärken sowie die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus in den Bergregionen fördern. Die Weiterplanung und Finanzierung des Projekts sollen verbindlich gesichert werden.


Im Strassenverkehr betont der Gemeinderat die Bedeutung von zusätzlichen Ausweichmöglichkeiten und einer zuverlässigen Verkehrsführung, insbesondere durch den bereits beschlossenen Bypass Luzern.


Zudem unterstützt Engelberg die Finanzierung der Bahninfrastruktur über den Bahninfrastrukturfonds sowie die vorgesehenen Bundesbeiträge für die Agglomerationsprogramme, von denen auch Engelberg profitiert.

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Objektkredit für Beschneiungsanlage Langlaufloipen und Schanzenareal

Der Einwohnergemeinderat will die Schneesicherheit der Talloipe und des Schanzenareals für die nächsten 20 bis 25 Jahre verbessern. Die heutige mobile Beschneiung ist sehr arbeitsaufwendig und kann die immer kürzer werdenden Kältephasen künftig nicht mehr ausreichend nutzen. Eine im Rahmen der Abklärungen zu Olympia 2038 durchgeführte Studie hat gezeigt, dass eine Investition in die Beschneiung im Talboden trotz des Klimawandels weiterhin sinnvoll ist. Geplant sind deshalb Pumpstationen, unterirdische Leitungen und flexible Anschlüsse für die Schneeerzeuger. Als eigenständiges Drittprojekt können auch die Brunni-Bahnen mit der Klostermatte vom neuen System profitieren; ihre eigenen Anlageteile finanzieren sie selbst.


Der Einwohnergemeinderat beantragt der Budget-Talgemeinde vom 24. November 2026 einen Objektkredit von CHF 4,196 Mio. inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich allfälliger Teuerung. Für die Finanzierung wird mit einem zinslosen NRP-Darlehen und einem Beitrag aus dem nationalen Sportanlagenkonzept NASAK gerechnet. Bei Vorliegen der notwendigen Bewilligungen ist der Baustart im Sommer 2027 und die Inbetriebnahme auf die Wintersaison 2028/29 vorgesehen.

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Rahmenprogramm Strassensanierungen 2027 bis 2030

Der Zustand der Gemeindestrassen wurde 2025 umfassend erhoben. Gestützt darauf sollen zwischen 2027 und 2031 die Stützmauern an der Alten Gasse sowie Abschnitte der Oberbergstrasse, der Horbisstrasse und des Studentenwegs saniert werden. Neben der Erneuerung der Strassenbeläge sind örtliche Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen. Wo technisch möglich und finanziell vertretbar, soll zudem das Strassenabwasser vom Mischsystem getrennt und damit die Abwasserreinigungsanlage entlastet werden.


Früher wurde für jede einzelne Sanierung ein Objektkredit beantragt. Neu sollen mehrere Strassensanierungen in einem befristeten Rahmenprogramm zusammengefasst werden. Dadurch können die Projekte nach Zustand und Dringlichkeit priorisiert, untereinander abgestimmt und flexibler umgesetzt werden. Die Kosten der einzelnen Vorhaben werden weiterhin separat ausgewiesen und abgerechnet.


Der Einwohnergemeinderat beantragt der Budget-Talgemeinde vom 24. November 2026 für das Rahmenprogramm einen Kredit von CHF 7.125 Mio. inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich allfälliger Teuerung.

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Ersatz Steuerung und Prozessleitsystem ARA Engelberg

Die Steuerungen der ARA Engelberg basieren auf einer veralteten Hardwaregeneration, die vom Hersteller nicht mehr unterstützt wird. Auch das 2007 installierte Prozessleitsystem hat das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht. Um die Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und langfristige Wartbarkeit der Anlage sicherzustellen, sollen deshalb die Steuerungen, die Software des Prozessleitsystems und die Visualisierungshardware ersetzt werden. Teile der bestehenden Infrastruktur können weiterhin genutzt werden, wodurch eine wirtschaftliche und schrittweise Modernisierung möglich ist.


Der Einwohnergemeinderat beantragt der Budget-Talgemeinde vom 24. November 2026 dafür einen Bruttokredit von CHF 682'000.00 inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich allfälliger Teuerung. Die Projektierung ist für 2027 und die etappenweise Umsetzung für die Jahre 2028 bis 2030 vorgesehen.

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Beschlüsse, welche schutzwürdige Interessen beinhalten oder ihrer Natur nach vertraulich zu behandeln sind, werden an dieser Stelle nicht veröffentlicht.

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Gemeindeinfos Engelberg veröffentlicht.