Informationsveranstaltung zur geplanten Feuerwehr-Fusion
Am Donnerstag, 10. September 2026, informierten die Verantwortlichen der Gemeinden Dozwil, Hefenhofen, Kesswil, Sommeri und Uttwil die Bevölkerung über die geplante Fusion der Feuerwehren zur neuen Organisation Feuerwehr Oberthurgau Nord. Die Informationsveranstaltung stiess auf grosses Interesse.
Warum soll fusioniert werden?
Die beiden heutigen Organisationen Feuerwehr Dozwil-Kesswil-Uttwil und Feuerwehr Hefenhofen-Sommeri erfüllen ihren Auftrag bereits heute zuverlässig. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Ausbildung, Führung, Materialbewirtschaftung und Einsatzbereitschaft stetig. Zudem wird die Sicherstellung der Tagesverfügbarkeit von genügend Feuerwehrangehörigen zunehmend anspruchsvoller.
Die geplante Fusion soll deshalb die langfristige Einsatzbereitschaft sichern, Synergien nutzen und eine starke regionale Dorffeuerwehr schaffen. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Übernahme einer Feuerwehr durch eine andere, sondern um einen Zusammenschluss auf Augenhöhe.
Das aktuelle Feuerwehrdepot der Feuerwehr Do-Ke-Ut in Uttwil muss aufgelöst werden. Die Einwohner der Gemeinde Kesswil entscheiden an der Urnenabstimmung vom 27. September über den Kauf des kantonalen Werkhofs. Falls dies genehmigt wird, soll das Depot in diese Räumlichkeiten gezügelt werden und steht natürlich auch für den allfälligen zukünftigen Verbund zur Verfügung.
Was bedeutet die Fusion finanziell?
An der Informationsveranstaltung wurden verschiedene Fragen zu den Kosten gestellt. Für die Bevölkerung von Hefenhofen ist dabei besonders wichtig:
- Die Kosten des neuen Zweckverbands werden nach den Bevölkerungsanteilen auf die fünf Gemeinden verteilt.
- Die Gesamtkosten werden sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie heute. Es wird daher nicht mit einer wesentlichen finanziellen Mehrbelastung für die Gemeinden gerechnet.
- Die Ausgaben sollen weiterhin über die Feuerwehrersatzabgaben gedeckt werden. Die Höhe dieser Abgabe bleibt auch künftig Sache der einzelnen Gemeinden. Hefenhofen behält somit die Entscheidungskompetenz über die Ausgestaltung der Ersatzabgabe.
- Durch gemeinsame Beschaffungen, die koordinierte Nutzung von Fahrzeugen und Geräten sowie den Abbau von Doppelspurigkeiten sollen bestehende Mittel effizienter eingesetzt werden.
- Der Mietpreis für das Depot ist noch nicht bekannt und hängt von verschiedenen noch nicht bekannten Faktoren ab. Der neue Vorstand wird diese Verhandlungen führen und für angemessene Mietkosten sorgen.
Welche Vorteile ergeben sich?
Mit der Feuerwehr Oberthurgau Nord entsteht eine Organisation, welche die personellen Ressourcen der fünf Gemeinden bündelt und die Nachwuchs- und Kaderentwicklung stärkt. Gleichzeitig können vorhandene Fahrzeuge, Anhänger und Spezialgeräte gemeinsam genutzt werden. Dadurch lassen sich Investitionen besser planen und langfristig wirtschaftlicher umsetzen.
Wie geht es weiter?
Die fünf Gemeinderäte befürworten den Zusammenschluss und werden den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die entsprechenden Statuten zur Genehmigung vorlegen. Über die Fusion werden vier der fünf Gemeinden an ihren Gemeindeversammlungen entscheiden. In der Gemeinde Hefenhofen wird dazu an der Urne entschieden.
Geplant ist die Bildung des eigenständigen Zweckverbands Feuerwehr Oberthurgau Nord.
Der Gemeinderat Hefenhofen bedankt sich bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern für das Interesse sowie die konstruktiven Fragen.