Neue Räume für die Ganztagsbetreuung eröffnet
An der GWRS Bad Dürrheim 🏫
Am vergangenen Freitag wurden die neuen Räumlichkeiten für die Ganztagsbetreuung in der Grund- und Werkrealschule (GWRS) in der Bad Dürrheimer Kernstadt eröffnet.
Seit dem Schuljahr 2026/2027 haben die Kinder aus der ersten Klasse einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, jedes Jahr folgt dann eine weitere Klassenstufe. Bereits vor dem offiziellen Rechtsanspruch war die Grundschule eine Ganztagsschule in Wahlform. So besuchen sowohl Kinder, die an der Ganztagsbetreuung teilnehmen als auch Kinder, die nach dem Unterricht nach Hause gehen, die Schule.
Um auf die erwartete steigende Nachfrage nach Ganztagsplätzen vorbereitet zu sein, gab die Stadtverwaltung frühzeitig die Umbau- und Sanierungsarbeiten im Obergeschoss des alten Rathauses in der Schulstraße in Auftrag. Auf knapp 230 Quadratmeter Fläche entstand ein komplettes Stockwerk, das für die Ganztagsbetreuung genutzt werden kann, einschließlich einer neuen Toilettenanlage.
Für die Ganztagsbetreuung von Montag bis Donnerstag entstehen den Eltern keine Kosten, außer für das Mittagessen. Kostenpflichtig ist die Betreuung am Freitag sowie eine Sonderform, die an der Grundschule angeboten wird: die flexible Betreuung bis 14:30 Uhr.
„Wir freuen uns, dass wir den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung rechtzeitig erfüllen können. Mit den neuen, ansprechend gestalteten Räumlichkeiten schaffen wir ein attraktives Betreuungsangebot, das sowohl für die Kinder als auch für ihre Familien eine Bereicherung ist“, so Bürgermeister Jonathan Berggötz.
Den pädagogischen Mitarbeitenden der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten (LFA) aus Rottweil, die hier künftig die Grundschulkinder betreuen, stehen sowohl große, helle Räume für gemeinsames Spiel als auch kleinere Räume, in die sich Gruppen zurückziehen, lernen oder basteln können zur Verfügung. Auch an einen Ruheraum wurde gedacht. Die ganze Etage ist mit einer Brandschutztür abgesichert und an eine Feuerleiter angeschlossen. Zusätzlich sollen die Räumlichkeiten an die neue Brandmeldeanlage der GWRS gekoppelt werden.
Wie die kommissarische Schulleiterin Stephanie Schweizer berichtete, bleiben die bisherigen Ganztagsschulräume im Untergeschoss der eigentlichen Schule auch weiterhin erhalten, dort befinden sich neben der Küche und der Mensa auch die Schulbibliothek und Aufenthaltsräume.
„Im Schulgebäude sind alle Räume belegt“, erzählte Stephanie Schweizer. Will eine Lehrkraft Kleingruppen bilden, findet sich hierfür nicht immer ausreichend Platz. Wenn die Werkrealschule im Jahr 2028 dann an den neuen Schulcampus am Salinensee zieht, werden zwar sechs Klassenräume frei, doch für diese besteht schon jetzt Bedarf. Sie sollen für Gruppenarbeit, für die künftigen Juniorklassen und die Sprachfit-Angebote genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass dann ein eigener Kunstraum eingerichtet werden kann, wo Kunstwerke und Materialien einen festen Platz bekommen.
Die für den Ganztag angemeldeten Schüler werden bis 16:00 Uhr betreut, wobei neben Spielen, kreativem Gestalten oder Sport auch die Hausaufgaben erledigt werden. Die Stadt hat die Betreuung in der Zeit von 12:15 Uhr bis 14:30 Uhr an die LFA vergeben. Zwischen 14:30 Uhr und 16:00 Uhr setzt die Schule dann Lehrkräfte zur Betreuung der Kinder ein. „Das sind vorrangig Lehrkräfte aus der Grundschule, bei Bedarf auch aus der Werkrealschule“, so die kommissarische Schulleiterin.
Für die Ganztagsschule sind im Moment rund 80 Kinder angemeldet, für die Flexi-Betreuung 28. Zwischen 14:30 und 15:15 Uhr ist Hausaufgabenzeit in der Ganztagsbetreuung, die dort eingesetzten Lehrkräfte halten engen Kontakt zu den Klassenlehrern und Lehrern der Kinder. Werden die Kinder mit den Hausaufgaben nicht fertig, werden die Eltern darüber informiert.
Für den Umbau des Obergeschosses des Alten Rathauses kooperierte Simon Seyerle, Projektleiter aus dem städtischen Bauamt, mit dem Architekt Rüdiger Münzer aus Hüfingen. Die Stadtverwaltung bedankt sich bei allen beteiligten Firmen, Projektbeauftragten und Förderern. Für den Ausbau des Alten Rathauses erhält die Stadt eine Förderung in Höhe von 222.720,00 Euro aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau des Landes.
Bildunterschriften:
- Alle am Projekt Beteiligten sind sehr zufrieden mit den neuen Räumlichkeiten der Ganztagsbetreuung. Hinten sitzen von links: Pfarrer Markus von Chamier, Bauleitung und Architekt Rüdiger Münzer, Landtagsabgeordneter Andreas Braun und städtischer Projektleiter Simon Seyerle. In der Mitte von links: Pfarrer Bernhard Jaeckel, Stadtrat Karl Blessing, Stadtrat Wolfgang Kaiser, kommissarische Schulleitung Stephanie Schweizer und Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales & Politik Markus Stein. Vorne von links: Bürgermeister Jonathan Berggötz mit Landtagsabgeordneter Martina Braun und Stadträtin Tanja Bühler.
- Viele Gäste waren bei der Einweihung des Ganztagsbereichs vertreten und konnten sich vor Ort ein Bild der neuen, hellen Räumlichkeiten machen.
- Praktische Regale, Tische und Stühle ermöglichen ein flexibles Arbeiten mit den Grundschülern.
- Das alte Rathaus: Die Ganztagsbetreuung ist im Obergeschoss angesiedelt, im Erdgeschoss sind die Probenräume des Blasorchesters und des Trachtenvereins, im Dachgeschoss sind die Urviecher.