Herbst: Zeit, um dem Tier des Jahres ein Winterquartier zu bauen
Das Tier des Jahres 2026 ist der Igel. Von November bis März halten Igel Winterschlaf. Dazu brauchen die Stacheltiere unbedingt ein frostsicheres Winterquartier. Ein gutes Winterquartier ist aber mehr als nur ein paar aufeinander geworfene Äste. Der Haufen sollte aus einem geräumigen Hohlraum, einer Isolation aus Laub und aus feinen Ästen bestehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um einen solchen Haufen zu bauen.
Ist der Platz zu begrenzt für einen grossen Haufen, heisst das noch lange nicht, dass im Garten kein Totholz platziert werden kann. Auch kleinere Asthaufen, Wurzelstöcke und Holzbeigen sind für verschiedene Tiere von grossem Wert. Totholzstücke dienen Käferlarven als Nahrung. In die Gänge, welche sie ins Holz genagt haben, bauen wiederum Wildbienen ihre Nester. In Asthaufen bringen Spitzmäuse ihre Jungen zur Welt und Blindschleichen finden Schutz vor Feinden. In Holzbeigen suchen Fledermäuse Unterschlupf oder überwintern. Igel nutzen Asthaufen als Kinderstube und zur Nahrungssuche, hier gibt es Käfer, Würmer und Schnecken in Hülle und Fülle. Wer richtig viel Platz hat und am Siedlungsrand wohnt, kann auch einen speziellen Haufen für Wiesel bauen.
Holzstrukturen sind an sonnigen Standorten besonders wertvoll, aber auch im Schatten bieten sie vielen Arten wichtige Lebensräume. Grössere Strukturen sind zwar ökologisch wertvoller als kleine – doch auch ein kleines Element im Garten ist besser als keines. Besonders wertvoll wird die Kombination mit Blumenwiesen und Wildsträucherhecken: Sie schafft vielfältige Lebensräume und steigert den ökologischen Wert des Gartens deutlich.
Weiterführende Informationen und Anleitungen für den Bau von Holzstrukturen:
Asthaufen, Wurzelstöcke und Holzbeigen | Umweltberatung Luzern
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