Neuigkeit
Öffentlich
Die Gemeinde Surses verfolgt eine offene und transparente Auseinandersetzung mit den Gefahren und Risiken, die ihren Ursprung in der Natur, in der Technik und in der Gesellschaft haben. Um sich auf solche Ereignisse vorzubereiten, hat der Gemeindevorstand eine Gefährdungsanalyse erarbeiten lassen, dabei werden relevante Gefähr-dungen dargestellt, die die Sursetter Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen gefährden können. Das Gesetz über den Bevölkerungsschutz des Kantons Graubünden weist die Verantwortung hinsichtlich der Vorsorge für besondere und ausserordentliche Lagen auf dem Gemeindegebiet den Gemeinden zu. Ziel der kommunalen Gefährdungsanalyse ist es, die für die Gemeinde relevanten Gefährdungen festzulegen und die Ergebnisse in einem Bericht zu dokumentieren. Darauf aufbauend werden Massnahmen definiert, um allfällige Defizite zu beheben. Die Gesamtprojektleitung der kommunalen Gefährdungsanalyse für die Gemeinde hatte das kantonale Amt für Militär und Zivilschutz (AMZ) in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) und der Gebäudeversicherung des Kantons Graubünden (GVG). Evaluation Für die Erarbeitung der Gefährdungsanalyse wurde eine Projektgruppe gebildet, in der die wichtigsten Entscheidungs- und Wissensträger die Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und ihr spezifisches Wissen einbringen. Eine Gefährdung umfasst ein potenzielles Ereignis, das negative Auswirkungen auf die Bevölkerung oder deren Lebensgrundlagen in der Gemeinde hat. Die Quelle des Ereignisses kann sich sowohl auf Gemeindegebiet wie auch ausserhalb befinden. Im Fokus der kommunalen Gefährdungsanalyse stehen nicht Alltagsereignisse, sondern Ereignisse, die zu einer besonderen oder ausserordentlichen Lage führen. Gemäss der erarbei-teten Gefährdungsanalyse für die Gemeinde Surses sind aus Sicht des Bevölkerungsschutzes verschiedene naturbedingte, technikbedingte und gesellschaftsbedingte Gefährdungen relevant. Bei der Gefährdungsanalyse handelt es sich nicht um eine einmalige Aufgabe, sondern um eine dynamische Analyse, die periodisch und nach grösseren Ereignissen den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird. Der Gemeindevorstand entscheidet über die Umsetzung und Priorisierung der vorgeschlagenen Massnahmen aus der erarbeiteten Gefährdungsanalyse. Tinizong, 29. Juli 2022