DER FULMINANTE ABSCHLUSS DES TANZSOMMERS
Mit Yuka Oishi und Dustin Klein beschliessen dieses Wochenende zwei Choreographierende der ersten Stunde die elfte Ausgabe von Origens Tanzfestival in Riom. Die beiden Tanzikonen verbindet nicht nur die freundschaftliche, langjährige Zusammenarbeit mit Origen, sondern auch ihre Experimentierfreude mit unterschiedlichen Tanzstilen und Bühnengattungen.
«diviso» – Yuka Oishi und der interkulturelle Dialog
Yuka Oishis erste Choreographien für Origen wurde auf einer Baustelle aufgeführt: die Clavadeira des Monsieur Carisch war im Sommer 2014 mitten im Umbau begriffen. Das Dach war saniert, aber durch die hölzernen Verzierungen pfiff noch der Wind. Die choreographischen Miniaturen belegten schon damals Yuka Oishis Interesse am kulturellen Dialog: die japanische Theatertradition hat ihre Arbeiten seit jeher geprägt. Heuer holt sie – nebst Solisten der Hamburger Ballettkompanie und des Béjart Ballet Lausanne – Bühnenkünstler auf die Bühne, die in der Tradition des Mime Corporel Dramatique kreieren.
Riom | Clavadeira
10. | 11. August | 21 Uhr
«schneeweisschen+rosenrot» – Dustin Klein und die Vielfalt der Bühnenkonzepte
Dustin Klein hat 2017 erstmals für Origen choreographiert. Damals brachte er mit dem Stück «Old News» eine bildstarke Abrechnung mit totalitären Systemen auf die Bühne und befragte die Zeitgeschichte: Rechtfertigt die gute Intention eine brutale Tyrannei? Wie korrumpiert die Macht die guten Herrscher? Kleins folgende Arbeiten für Origen sind geprägt von starken Bühnenkonzepten und entsprechenden Tanzsprachen. Heuer widmet er sich dem Märchen von «Schneeweisschen und Rosenrot» und verbindet Tanz mit Schauspiel. Wir freuen uns auf eine zeitgenössische Interpretation des Grimm-Klassikers.
Riom | Burg
10. | 11. August | 17 Uhr
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