Ortswanderung zum Jahresabschluss
Zur Jahresabschlusswanderung fanden sich diesmal 19 Genießer ein. Es war ein schönes Ereignis, das mit Kälte und Nebel im Neckartal begann. Am Horizont jedoch hat sich die Sonne bemerkbar gemacht und deshalb ging es nach den Aufwärmübungen am Sportheim sofort steil bergauf zum Ortsteil `Hinterholz´.
Über einen Feldweg verließen wir die letzten Häuser, unterquerten die Bundesstraße, um nochmals etwas weiter in die Höhe zu wandern - immer der Sonne entgegen.
Das Motto war, unseren Heimatort aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Etwa so wie ein Fremder Neckartenzlingen betrachten würde.
Der erste „besondere Punkt“ war dann mit dem `Eichwasenring´ erreicht. Denn der `Ring´ wurde nie als solcher `geschlossen´. Der zweite Punkt schloss sich unmittelbar nach Abbiegen aus dem Eichwasenring an: gesucht wurde nun der `Obere Rotenbach´. Unser Neuzugang Franz lenkte anschließend unsere Aufmerksamkeit auf ein Schild `Radweg´, welches zu und über eine 2-stufige Treppe führt.
Die Linde am Ende der Eichendorffstraße hat vermutlich den Standort mit der Eiche an der Hölderlinstraße getauscht. Über den Fußweg erreichten wir den `Rotenbach´ und erinnerten uns, dass wir `denselbigen` bereits unbemerkt überquert hatten. Er ist ja auch nicht mehr sichtbar und verläuft an einer etwas anderen Stelle.
Warum hat sich wohl `Gerok´ zu den Romantikern `Goethe´, `Uhland´ und `Hauff´ gruppiert? Ortsunkundige, die sich einer bestimmten Logik bedienen, wundern sich, dass die Schillerstraße nicht bei den Dichtern und Denkern zu finden ist - `da muss man schon etwas um die Ecke denken´. Beim Einbiegen in die Panoramastraße konnte das Panorama leider nicht bestätigt werden.
Weiter führte die Route durch die Silcherstraße und bergab direkt zur „Neuen Schule“ obwohl diese auch schon `alt´ aussieht. (Zitat v. H.Wader: Was neu ist wird alt und was gestern noch galt, stimmt schon heut oder morgen nicht mehr). An diesem schönen Gebäudekomplex entfachte sich die Diskussion, was daraus wohl werden wird - ein Hotel, betreutes Wohnen für Frauen oder ein Therapiezentrum.
Auch der `Unterbössel´ gab Rätsel auf. Selbst Karl konnte keine umfassende Erklärung für diese Namensgebung liefern und auch nicht, wo der `Oberbössel´ sein könnte.
Am Grillplatz wurde von Karl ein Feuer entfacht. Dieses wärmte von außen und von innen wärmten verschiedene Wasserproben in unterschiedlichen Farbtönen. Auf leeren Magen wurde noch leckeres Früchtebrot und Gutsle gereicht.
Es war nun Zeit für das Mittagessen im Sportheim. Petra und Guido servierten `Schwäbische Wurstknöpfle´ mit Kartoffelsalat. Der Nachtisch wurde vom Haus gesponsert. Eine leckere rote Soße zum Eis wurde aus Hagebutten, stammend aus der `Sammlung´ bei der Wanderung zur Ermsquelle, von Hans-Georg zubereitet.
Nach dem Essen wurden mit dem Betrachten der Wanderaufzeichnungen und einer Bildersammlung des Wanderjahres 2025 Erinnerungen wachgerufen. Gleichzeitig freuten sich die Wanderfreunde schon auf interessante Touren im neuen Jahr mit Start im Januar zur Winterwanderung und wünschten sich beim Auseinandergehen eine schöne Sonnwende, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein neues und gesundes Jahr.