Filmdreh im Steinbruch
«Hallo Betty» heisst der Film über die legendäre Betty Bossi, der im letzten Herbst in den Kinos lief. Alles begann in den 1950er-Jahren, als die Werbetexterin Emmi Creola eigentlich nur ein Speiseöl vermarkten sollte. Daraus entstand kurzerhand die Kunstfigur Betty Bossi – eine Köchin und Hausfrau, die bis heute als Ikone und „Hausfrau der Nation“ bekannt ist. Emmi Creolas Mann, E. Creola, führte übrigens einen Steinbruch.
Der Film spielt im Jahr 1956, und genau dafür wurde Anfang März 2025 eine Szene mit dem Ehemann im Steinbruch Mellikon gedreht. Gedreht wurde sowohl in einem alten Gebäude mit zeitgerechtem Büro und Aufenthaltsraum als auch direkt im Steinbruchbetrieb. Für die passenden Requisiten machte sich die Requisitin auf die Suche nach authentischen Maschinen aus jener Zeit – und wurde im Inventar des Ebianums fündig. Zum Einsatz kamen ein Saurer-Lastwagen SV2C von 1959, ein John-Deere-Trax sowie ein alter Dumper.
Als Fahrer und Statisten sprangen zwei Ebianum-Werker ein: W. Müller und B. Kipfer. Der Filmdreh fand am Samstag, 1. März 2025, statt und dauerte den ganzen Tag. Damit alles möglichst echt wirkte, wurden die Fahrzeuge extra gealtert und mit Tonerde verschmiert. Ursprünglich sollten die Maschinen nach dem Dreh gewaschen und wieder versorgt werden. Doch dann entschieden sich die Verantwortlichen spontan anders: Die Fahrzeuge blieben „dreckig“, wie sie waren, und wurden für eine gewisse Zeit als besondere Attraktion und Erinnerung an den Film im Museum ausgestellt.