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Amprion stößt auf Widerstand

Im Bereich der Stadt Diemelstadt hat die Amprion keine Rücksicht auf die Wünsche und Anregungen des Diemelstädter Magistrates und der Landwirte aus Ammenhausen und Dehausen genommen.


Es bleibt dabei: Die Höchstspannungsleitung durchschneidet feuchte Ackerflächen zwischen Ammenhausen und Hörle anstatt sich entlang des Waldrandes an Dehausen und Ammenhausen vorbeizuschlängeln. Dieser rigorosen Vorgehensweise kann Bürgermeister Andreas Fritz nicht viel Gutes abgewinnen.


„Die Stadt Diemelstadt spricht sich weiterhin entschieden gegen die geplante Trassenführung des Rhein-Main-Links aus“, erklärte Bürgermeister Fritz am Donnerstag auch im Gespräch mit dem Amprion-Sprecher Jonas Koop in Ammenhausen.


„Vom Ortsbeirat über den NABU und den Landkreis bis hin zum Regierungspräsidium haben sich zahlreiche Institutionen für eine westliche Alternative ausgesprochen, die rund 100 Meter kürzer, kostengünstiger und umweltschonender wäre und zudem die Erweiterungsfläche eines landwirtschaftlichen Betriebs erhalten würde.“ Insgesamt neun Stellungnahmen von Institutionen sowie weitere private Einwendungen liegen Amprion vor.


„Wir sind sehr erschrocken und verärgert darüber, dass Amprion diese konstruktiv erarbeitete Alternative bislang nicht angemessen berücksichtigt und die Planung gegen den erklärten Willen der örtlichen Bevölkerung und der kommunalen Politik vorantreibt“, so Fritz. „Wenn dabei auch wirtschaftliche und ökologische Belange sowie demokratische Beteiligungsprozesse nicht ausreichend berücksichtigt werden und ein laufendes Flurbereinigungsverfahren sowie geplante Gewässerrenaturierungen zurückgestellt werden müssen, wirft das grundsätzliche Fragen zur Beteiligungskultur auf.“


Quellenangabe: Waldeckische Landeszeitung vom 26.09.2026, Seite 5

© Foto: Elmar Schulten

Dieser Beitrag wurde in der Gruppe Stadtverwaltung Diemelstadt veröffentlicht.