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Mit Herbert Grönemeyers passender Feststellung „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“ eröffnete Bürgermeisterin Ute Dülfer die Verleihung des vierten Heimat-Preises der Energiestadt Lichtenau am Donnerstag, dem 17. November. Mit dem Heimat-Preis, der durch das Land NRW gefördert wird um ehrenamtliches Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, ehrt die Energiestadt Lichtenau jedes Jahr drei besonders engagierte Bürger/innen bzw. Institutionen. In die Gruppe der Preisträger reihten sich dieses Jahr Josef Dissen aus Husen, Alexander Leifeld aus Lichtenau und die Abteilung Holtheim des Eggegebirgsvereins (EGV) ein. Sein Name sei synonym für Heimat, so sagt Laudatorin Birgit Rebbe-Schulte über den erstplatzierten Josef Dissen aus Husen. Seine Tätigkeitsfelder sind dabei weitläufig, sei es als Ortsheimatpfleger, Naturschützer, Heimatdichter oder als Schlüsselfigur und treibende Kraft hinter vielfältigen Projekten, die seinem Heimatort und seinen Mitmenschen zugutekommen. Eine besondere Herzensangelegenheit ist für ihn die nahegelegene Annenkapelle. Neben seinem langjährigen Einsatz für die Pflege und den Erhalt von Bauwerk und Außengelände, öffnet er die Annenkapelle regelmäßig um diese für Besucher erlebbar zu machen. Mit Leidenschaft ist er auch bei der Gestaltung des Annentages dabei, den er als Kind schon gern besuchte. Deswegen ist es ihm ein besonderes Anliegen, dieses Kulturgut lebendig zu halten. Darüber hinaus sei ihm auch für den Naturschutz kein Weg zu weit. Sei es seine intensive Einbringung während der Umplanungen zur Renaturierung der Altenau oder dem Schaffen von Lebensräumen für Mehlschwalben, Eulen, Insekten und Amphibien. Zusammen mit einer Gruppe Aktiver bewerkstelligte er außerdem die Wiederbelebung der Streuobstwiese am Ortsrand, die mittlerweile zu einem idyllischen Treffpunkt aufgewertet werden konnte. Daneben findet man seine Liebe zur Heimat und dem Ehrenamt auch in seinen Gedichten wieder, in denen er sich seit über 20 Jahren verwirklicht und von denen er bereits 500 Gedichtbände verkaufen konnte. Die Erlöse aus dieser Leidenschaft fließen regelmäßig zurück in örtliche Projekte. Alexander Leifeld aus Lichtenau durfte sich über den zweiten Platz des Heimat-Preises 2022 freuen, auch wenn er krankheitsbedingt an der Verleihung nicht teilnehmen konnte. Sein Vereinskollege und Laudator Jörg Böhner würdigte Leifelds langjährigen Einsatz insbesondere in der Jugendarbeit des VfL Lichtenau. Sein Engagement kennzeichnet sich unter anderem durch die unzähligen Ämter, die er bereits durchlaufen habe, in seiner Eigenschaft als Trainer von bis zu drei Mannschaften gleichzeitig, durch seinen Einsatz zur Gründung einer Mädchenmannschaft (die mittlerweile schon eine Damenmannschaft ist) oder seinem unvergleichlichen Draht zum Vereinsnachwuchs. Er sei ein überregionaler Kommunikator, fördere durch seinen Einsatz das Zusammenleben und schaffe Perspektiven. Der dritte Platz ging an die Abteilung Holtheim des Eggegebirgsvereins (EGV). Heimat müsse gestaltet werden, sagte Laudator Markus Müller. Der EGV Holtheim sei seit 50 Jahren fest verankert. Der Verein unterhält ein weitläufiges Areal mit Spielplatz und Schutzhütte, das unter anderem auch Schulklassen zum Entdecken der Natur zur Verfügung gestellt wird. Außerdem wird in einer ohne Ehrenamt nicht leistbaren Arbeit ein weites Netz an Wanderwegen gepflegt, von dem die Bevölkerung profitiere. Zudem werden verschiedene Aktionen wie Reibekuchenfeste oder Nikolausfeiern durch den Verein gestaltet. Ehrenamt sei sehr viel Arbeit, gleichzeitig aber auch Lohn, stellt Josef Dissen in seiner Dankesrede zusammenfassend fest, und gerade ein Dankeschön bedeute viel. Die Energiestadt Lichtenau bedankt sich herzlich bei den unverzichtbaren ehrenamtlich Tätigen, die das Zusammenleben im Stadtgebiet gestalten. Bildunterschrift: Bürgermeisterin Ute Dülfer mit Preisträgern Josef Dissen (1. Platz), Dierk Haberhausen und Friedrich Poggenpohl vom EGV Holtheim (3. Platz) und Jörg Böhner vom VfL Lichtenau, der den 2. Platz stellvertretend für den erkrankten Alexander Leifeld in Empfang nahm, sowie der stellvertretende Landrat Hans-Bernd Janzen.