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Ohne Hof kein Pferd - Schmiedealltag 1914

Die Männer stehen vor der Schmiede an der Hauptstrasse, die Werkzeuge griffbereit, das Pferd ruhig angebunden. Ein kurzer Moment für die Aufnahme – und doch zeigt das Bild den Alltag dieser Zeit. Es wird geschmiedet, beschlagen, repariert. Was gebraucht wird, entsteht hier vor Ort.


Pferde sind damals unverzichtbar – im Dorf wie auch in der Armee. Ohne zuverlässigen Beschlag läuft nichts: weder Transport noch Einsatz. In Aesch ist zur Zeit der Grenzbesetzung Artillerie einquartiert. Die Truppe betreibt eine eigene Feldschmiede – und zieht dafür in die Schmiede von «Schmid-Otti» (Karrer Otto) ein. Der Dorfschmied arbeitet mit, seine Werkstatt wird Teil des militärischen Alltags.


Die Aufnahme entstand 1914. Männer in Uniform und Arbeitskleidung stehen beieinander, beobachten, helfen, greifen ein. Die Schmiede ist Werkstatt und Treffpunkt zugleich.


Wo damals gehämmert und geschweisst wurde, befindet sich heute die Baselbieter Weingalerie. Der Ort ist derselbe – die Nutzung hat sich verändert.


Heute, am Sonntag, 3. Mai 2026 ist das Heimatmuseum Aesch von 10 bis 13 Uhr durchgehend geöffnet. Das Beizli lädt zum Verweilen ein.


Bildrechte:

Heimatmuseum Aesch, Zunftkalender 2001/04, CC BY-NC-SA 4.0


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